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Im Jahresdurchschnitt 2012 gab es rund 320.000 Beschäftigte, die mehr als 800 Euro brutto verdienten und trotzdem ergänzendes Arbeitslosengeld II bezogen. Das waren zwar 20.000 mehr Personen als 2009, aber 30.000 weniger als im Jahr 2007, als die Statistik erstmals erhoben wurde. Von einem ansteigenden Trend kann also keine Rede sein.

Auch die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Aufstocker über alle Gehaltsklassen hinweg nimmt im Trend ab. Hinzu kommt, dass seit 2009 die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten insgesamt um 1,6 Millionen zunahm. Mithin ist der Anteil der Beschäftigten, die zusätzliche Leistungen des Job-Centers in Anspruch nehmen müssen, rückläufig und betrug zuletzt gerade einmal rund 2 Prozent. Unter den Vollzeitbeschäftigten waren es sogar nur 1,4 Prozent – gegenüber 1,7 Prozent im Jahr 2007.

Letztlich muss außerdem berücksichtigt werden, dass die Notwendigkeit des Aufstockens keineswegs immer in niedrigen Löhnen zu suchen ist. Eine wichtige Rolle spielt die Frage, wie viele Menschen von dem Lohn leben müssen. So müsste beispielsweise ein vollzeitbeschäftigter verheirateter Alleinverdiener mit 2 Kindern einen Bruttostundenlohn von 13,60 Euro erzielen, um keinen Anspruch mehr auf ergänzendes Arbeitslosengeld II zu haben.

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Gastbeitrag, 29. Dezember 2016

Christoph Schröder in der Fuldaer Zeitung Mindestlohn belastet den ArbeitsmarktArrow

Zwei Jahre nach der Einführung des gesetzlichen Mindestlohns zieht Christoph Schröder, Experte für Tarifpolitik und Arbeitsbeziehungen im Institut der deutschen Wirtschaft Köln, in einem Gastbeitrag für die Fuldaer Zeitung eine ernüchternde Bilanz. mehr

Ruf nach Regulierung
IW-Gewerkschaftsspiegel, 30. November 2016

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Im Rahmen des vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales initiierten Dialogs „Arbeit 4.0“ werden gegen Ende dieses Jahres Vorschläge präsentiert, wie die sozialen Bedingungen und Spielregeln der zukünftigen Arbeitsgesellschaft gestaltet werden sollen. Dabei wird auch über eine Regulierung des Crowdworkings diskutiert. mehr