Neubrandenburg unerwartet Zweiter Image
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Bei der Wirtschaftskraft liegen die Ostländer mit gut 70 Prozent des westdeutschen Durchschnitts noch klar zurück, dies gilt auch für die Städte. Doch innerhalb Ostdeutschlands zeigen sich interessante Entwicklungen. Hinter dem nicht unerwarteten Spitzenreiter Jena mit 34.200 Euro Bruttoinlandsprodukt (BIP) je Einwohner im Jahr 2008 folgt Neubrandenburg mit knapp 33.000 Euro. Während sich in der thüringischen Universitätsstadt Forschungsinstitute und Technologieunternehmen ballen, hat in der mecklenburgischen Stadt z.B. die Autozulieferindustrie ein Standbein, die auf Know-how der dort ehemals angesiedelten DDR-Rüstungsschmieden zurückgreifen konnte. Potsdam kommt auf 31.300 Euro und Dresden noch auf eine Wirtschaftsleistung von 30.200 Euro. Diesen Wert erreicht auch Cottbus, während die Hauptstädter sich mit 25.900 Euro je Einwohner begnügen müssen.

Bei der Arbeitslosigkeit konnten 2009 Potsdam und Jena mit 8,5 Prozent punkten, während Leipzig, Frankfurt/Oder und Stralsund, aber auch Neubrandenburg noch über der 15-Prozent-Marke lagen. Im aktuellen Aufschwung nähern sich aber weitere Ost-Städte wie Dresden und Erfurt einer einstelligen Quote.

Wo die Arbeitslosigkeit niedrig und die Einkommen relativ hoch sind, steigen auch die Immobilienpreise und die Mieten. In Potsdam kosten hochwertige Eigenheime bereits über eine halbe Million Euro, Reihenhäuser bis zu 350.000 Euro. Sanierte Altbauwohnungen vermieten sich für bis zu 10,50 Euro pro Quadratmeter. In Halle an der Saale oder Brandenburg an der Havel liegt das Preisniveau kaum mehr als halb so hoch.

„Bis 2020 haben wir Vollbeschäftigung“
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IW-Ökonom Klaus-Heiner Röhl prognostiziert, dass es auch im Osten Deutschlands bis zum Jahr 2020 vielerorts Vollbeschäftigung geben wird. Im Interview mit dem Onlinemagazin brandeins.de spricht er außerdem über Pendler-Hochburgen und Abwanderungsregionen. mehr

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IW-Kurzbericht, 23. Januar 2017

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Das Vereinigte Königreich (UK) will zwar aus dem Binnenmarkt austreten, mit einem umfassenden Freihandelsabkommen aber einen weitgehenden Zugang zu den EU-Absatzmärkten behalten. Es ist jedoch fraglich, ob sich die Europäische Union darauf einlässt. Die Brexiteers behaupten, dass vor allem deutsche Unternehmen, die sich um ihre Exporte in das UK sorgen, auf weiche Kompromisse zugunsten der Briten drängen, um weiterhin möglichst ungehindert Handel treiben zu können. Eine Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln) stellt diese Sichtweise jedoch infrage. mehr

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