Atomausstieg Image
Quelle: Fotolia

Der Schnellausstieg der ersten Hälfte hat die Strompreise an den Börsen um knapp 1 Cent je Kilowattstunde in die Höhe getrieben. Wenn es bei diesen Preisanstiegen bleibt, sind dir Folgen für einen typischen privaten Haushalt noch modera: Die Stromrechnung dürfte um etwa 35 Euro im Jahr steigen, was für die meisten verkraftbar sein dürfte.

„Ein Cent klingt nicht nach viel. Aber viele Millionen kleine Cents können die Wirtschaftlichkeit ganzer Unternehmen gefährden“, so Professor Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln.

Gemessen am durchschnittlichen Stromverbrauch der vergangenen Jahre, bedeutet dieser Preisanstieg Mehrkosten für die Industrie in Höhe von 1,9 Milliarden Euro im Jahr. Besonders betroffen sind die energieintensiven Branchen: Die Papierindustrie sieht sich mit Mehrkosten in der Größenordnung von 150 Millionen Euro jährlich konfrontiert, bei der Chemieindustrie sind es 340 Millionen Euro und die Metallbranche muss mit Mehrkosten von 460 Millionen Euro rechnen. Die Stromrechnung der Autoindustrie steigt durch den beschleunigten Kernenergieausstieg um 160 Millionen Euro pro Jahr.

„Die stromintensiven Branchen haben schon heute wegen der hohen Stromkosten Nachteile gegenüber den internationalen Wettbewerbern. Die Politik muss ihr Versprechen einlösen und für Entlastung und faire Wettbewerbsbedingungen sorgen. Andernfalls droht eine gefährliche Investitionszurückhaltung der betroffenen Branchen und letztlich ein Verlust eines wichtigen Bausteins der deutschen Industrie“, so Hüther.

5. Dezember 2016

Energiewende Netzentgelte im FokusArrow

Bisher galt die EEG-Umlage, über die der Ausbau der erneuerbaren Energien finanziert wird, als der große Kostenblock in der Energiewende. Inzwischen entstehen aber auch immer mehr indirekte Kosten – und die erhöhen die Netzentgelte weiter. mehr auf iwd.de

2. Dezember 2016

Erneuerbare Energien Was Solarstrom und Windkraft bremst Arrow

Viele Länder setzen bei der Stromerzeugung zunehmend auf erneuerbare Energien, sodass auf der ganzen Welt mehr und mehr Solaranlagen und Windräder installiert werden. Dass diese nicht überall gleich gut ausgelastet sind, liegt nicht nur an den Standortbedingungen. mehr auf iwd.de

Erneuerbare Energien
IW-Nachricht, 30. November 2016

EU-Energiepaket Rettung für den StrommarktArrow

Die EU-Kommission hat heute ihre Leitlinien und Reformen für die europäische Energiepolitik vorgelegt. In Sachen Strommarkt beweist sie damit Weitsicht und könnte die zerfaserte und zum Teil ineffiziente Energiepolitik der Länder einhegen – auch die deutsche. mehr