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Werden die Verhandlungsergebnisse – wie bislang vorgesehen – öffentlich bekannt, können nicht nur die Mitbewerber quasi kostenlos auf die Information zugreifen. Auch die Konkurrenz im Ausland dürfte ihre Verhandlungen dann statt an den höheren Listenpreisen an den ausgehandelten Preisen orientieren. Das geht besonders zulasten der in Deutschland ansässigen Hersteller von innovativen Medikamenten. Die Unternehmen können diesem Wettbewerbsnachteil nur entgehen, wenn sie eine Erstzulassung ihrer Arznei auf dem deutschen Markt meiden – darunter würden am Ende die deutschen Patienten leiden.

Dabei ist eine Veröffentlichung der Verhandlungsergebnisse weder notwendig, um den Wettbewerb zu anzuheizen, noch ist es Aufgabe des Gesetzgebers, der Preisfindung im Ausland vorzugreifen. Im Gegenteil: Wenn die deutsche Pharmaindustrie Exporterfolge verbucht, bedeutet das letztlich sichere Jobs in Deutschland – und die sichern das Sozialsystem hierzulande.

Ordnungspolitisches Statement

Forschungsstelle Pharmastandort: Wettbewerb funktioniert nur mit verlässlichen Regeln

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IW-Kurzbericht, 13. Februar 2017

Jochen Pimpertz Kosten der Entgeltfortzahlung – beschränktes PräventionspotenzialArrow

Die Aufwendungen der Arbeitgeber für die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall steigen seit Jahren ungebremst. Durch medizinische Prävention lässt sich aber nur ein kleiner Teil dieser Kosten vermeiden. Denn der Anstieg ist nicht allein auf das Erkrankungsrisiko zurückzuführen, sondern auch auf die günstige Beschäftigungsentwicklung und die steigenden Bruttoentgelte. mehr

Ordnungspolitisches Statement
Ordnungspolitisches Statement, 20. September 2016

Jasmina Kirchhoff / Jochen Pimpertz Bewährtes schützt Vertraulichkeit und schafft VertrauenArrow

Der aktuelle Referentenentwurf zur Stärkung der Arzneimittelversorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) schafft es nicht, die Weichen für den Gesundheitsstandort Deutschland zu stellen. Stattdessen sollten die Gesetzgeber auf Bewährtes vertrauen. mehr

Gesetzliche Krankenversicherung
IW-Nachricht, 16. August 2016

Gesetzliche Krankenversicherung Falsche Therapie erstickt WettbewerbArrow

Je höher die Zusatzbeiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung steigen, desto eher wechseln Versicherte die Kasse. Das erhöht den Wettbewerb im Gesundheitssystem. Entsprechend kontraproduktiv wäre es, wenn der Zusatzbeitrag abgeschafft würde, nur weil er immer weiter steigt. mehr