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Die Differenz spiegelt schließlich auch wider, dass viele Arbeitnehmer Überstunden leisten, die zum Teil mit Zuschlägen vergütet werden. Bei guter Konjunktur reichen die vereinbarten Wochenarbeitszeiten vor allem in der Industrie nicht aus, um volle Auftragsbücher zügig abzuarbeiten. Tarifvertraglich sind im Schnitt aller abhängig Beschäftigten in Vollzeit 37,7 Stunden pro Woche üblich, tatsächlich werden aber 40,4 Stunden gearbeitet. In anderen Ländern zeigt sich ein ähnliches Bild: Frankreich kommt auf eine vertragliche Wochenarbeitszeit von 35,6 Stunden, tatsächlich arbeitet ein Vollzeit-Arbeitnehmer aber 37,4 Stunden.

Dass die Differenz in Deutschland größer ausfällt, hängt vor allem mit den vergleichsweise kurzen tariflichen Industriearbeitszeiten und der deutschen Exportstärke zusammen. So gilt etwa in der M+E-Industrie ebenso wie in der Druckindustrie die 35-Stunden-Woche. Im Konjunkturaufschwung reicht diese Arbeitszeit oft nicht aus. Auftragsspitzen müssen dann durch Überstunden, den Aufbau von Arbeitszeitguthaben oder mit Hilfe von Zeitarbeitnehmern aufgefangen werden.

Das Gute daran: Arbeitszeitguthaben können – wie zuletzt 2009 geschehen - in der Krise als Puffer dienen und vor Entlassungen schützen. Durch den Fachkräftemangel dürfte diese zyklische Bewegung künftig eher noch verstärkt werden. Daher stellt sich die Frage, ob eine generelle 35-Stunden-Woche noch zeitgemäß ist.

Tarifverhandlungen bei der Deutschen Bahn
IW-Nachricht, 7. Dezember 2016

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Die Deutsche Bahn verhandelt derzeit wieder mit der Eisenbahnergewerkschaft EVG und der Lokführergewerkschaft GDL. In den vergangenen Jahren zeigte sich vor allem die GDL als besonders streikfreudig. Doch diesmal drohen gleich beide Gewerkschaften mit Warnstreiks. mehr

Diversity Management – Bunte Mischung aus Alt und Jung
Gastbeitrag, 5. Dezember 2016

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Auszubildende unter 20 Jahre und Silver Worker über 65 Jahre – diese beiden Beschäftigtengruppen zeigen die große Spannweite von Altersgruppen auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Ein Gastbeitrag von IW-Personalökonomin Christiane Flüter-Hoffmann auf dem Onlineportal erfolg-und-business.de der Agentur Mediaplanet. mehr

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Digitale Technologien ermöglichen die Flexibilisierung von Arbeitsort und Arbeitszeit und vergrößern damit den Spielraum für ein selbstbestimmtes Arbeiten. Die IW-Beschäftigtenbefragung 2015 bestätigt, dass mobiles Arbeiten in der Tat mit mehr Zeitsouveränität im Job einhergeht. Die Arbeitszufriedenheit von Beschäftigten, die mobil arbeiten, ist auch aus diesem Grund signifikant höher als die ihrer Kollegen, die nie mobil arbeiten. mehr