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Es trifft zwar zu, dass 1991 das Arbeitsvolumen höher war als heute. Doch dieser Vergleich führt in die Irre: Zu Beginn der 1990er Jahre gab es nämlich noch viele unproduktive Beschäftigungsverhältnisse in den neuen Bundesländern, die in den folgenden Jahren abgebaut werden mussten. Diese Transformationskrise hat mit den jüngsten Erfolgen auf dem Arbeitsmarkt nichts zu tun.

Der Erfolg der Agenda-Reformen spiegelt sich nicht allein in der gestiegenen Anzahl der Erwerbstätigen wider, sondern ist auch beim Arbeitsvolumen sichtbar. Im Jahr 2012 wurden in Deutschland 2,2 Milliarden Stunden mehr gearbeitet als 2005. Selbst die Krise 2009, als infolge der Kurzarbeit das Arbeitsvolumen deutlich sank, konnte den Anstieg nur vorübergehend bremsen.

Der Vorwurf, die zusätzlichen Stunden seien lediglich durch mehr Teilzeit und Minijobs zustande gekommen, trifft ebenfalls nicht zu. Seit 2005 ist das Arbeitsvolumen aus Vollzeit sogar stärker gestiegen als das Teilzeit-Volumen.

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IW-Direktor Michael Hüther
Interview, 10. Februar 2017

Michael Hüther in der Frankfurter Allgemeinen „Vorstandsgehälter sind die Sache des Aufsichtsrats“Arrow

Im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erklärt Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln, warum er von dem Vorschlag der SPD, Managergehälter zu begrenzen, nichts hält und warum sich ein gesetzlicher Eingriff verbietet. mehr

Arbeitszeitwünsche von Frauen und Männern
IW-Kurzbericht, 17. Januar 2017

Holger Schäfer / Jörg Schmidt Arbeitszeitwünsche von Frauen und MännernArrow

Frauen und Männer haben unterschiedliche Präferenzen hinsichtlich des Umfangs ihrer Arbeitszeit. Eine Auswertung des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) verdeutlicht, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf eine zentrale Ursache für divergierende Arbeitszeitwünsche darstellt. Allerdings unterscheiden sich die Wunscharbeitszeiten auch bei Frauen und Männern ohne Betreuungspflichten noch deutlich. mehr

Arbeitsmarktreformen – Unnötige Regulierungen
IW-Nachricht, 11. Januar 2017

Entgeltgleichheitsgesetz und Rückkehrrecht Unnötige RegulierungenArrow

Im Jahr 2016 waren so viele Menschen in Deutschland beschäftigt wie nie zuvor. Dennoch hat die Regierung in dieser Legislaturperiode noch zwei Arbeitsmarktreformen auf der Agenda: das Lohngerechtigkeitsgesetz und den Rechtsanspruch auf befristete Teilzeit. Beide Gesetze sind weder nötig noch hilfreich. mehr