Die Zahl der Arbeitslosen hat im Januar kaum zugenommen. Bereinigt um saisonale Einflüsse ging sie sogar um 14.000 zurück. In den vergangenen 3 Monaten reduzierte sich die Arbeitslosigkeit saisonbereinigt um insgesamt 60.000 Personen. Das bedeutet, dass auch Arbeitslose wieder stärker von der anziehenden Konjunktur profitieren. Setzt sich der Trend weiter fort, könnte die Arbeitslosigkeit 2014 entgegen der ursprünglichen Erwartung um rund 100.000 Personen sinken.

Arbeitslosigkeit

Arbeitslose in Millionen

Quelle: Bundesagentur für Arbeit

Nach wie vor gilt: Die Beschäftigung steigt weit stärker als sich die Arbeitslosigkeit abbaut. Das bedeutet, dass viele der neu geschaffenen Arbeitsplätze aus der stillen Reserve und der Zuwanderung besetzt werden. Die Zahl der Erwerbstätigen lag im Januar um fast 300.000 über dem Vorjahresniveau, während die Arbeitslosigkeit nur um etwa 20.000 Personen sank. Trotz des verhaltenen Wirtschaftswachstums im vergangenen Jahr entwickelt sich die Erwerbstätigkeit sehr dynamisch. Die saisonbereinigte Zahl liegt zum Jahresbeginn um fast 200.000 höher als 2013 im Jahresdurchschnitt. Selbst wenn ab sofort keine neuen Arbeitsplätze mehr geschaffen würden - womit nicht zu rechnen ist – ergäbe sich im Jahresdurchschnitt ein ordentlicher Zuwachs auf über 42 Millionen.

Beschäftigung

Erwerbstätige in Millionen

Quelle: Statistisches Bundesamt

Ansprechpartner

„Industrie 4.0 verspricht steigende Beschäftigung“
Interview, 21. November 2016

Hans-Peter Klös in den VDMA-Nachrichten „Industrie 4.0 verspricht steigende Beschäftigung“Arrow

Wie die Digitalisierung den Arbeitsmarkt verändert, erläutert Dr. Hans-Peter Klös, Geschäftsführer des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) im Interview mit dem Magazin des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau. mehr

Digitalisierung
IW-Pressemitteilung, 7. November 2016

Digitalisierung Unbegründete ÄngsteArrow

Weil die Arbeitswelt immer digitaler, flexibler und vernetzter wird, befürchten Politik und Gewerkschaften mehr prekäre Arbeitsverhältnisse und befristete Stellen. Doch auf die Jobsicherheit hat die Digitalisierung kaum Einfluss, zeigt das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) in einer Studie. Die Politik muss nicht eingreifen. mehr