Arbeitsmarkt für Ingenieure Image
Deutschland braucht Ingenieure - auch wenn zuletzt die Anzahl arbeitsloser Ingenieure leicht gestiegen ist. Foto: nd3000/iStock

Seit dem Jahr 2000 hat sich der Arbeitsmarkt für Ingenieure deutlich gedreht: Im Jahr 2000 lag die Arbeitslosenquote in Ingenieurberufen noch bei rund zehn Prozent und damit nah am Durchschnitt aller Berufe, heute besteht mit 2,3 Prozent hingegen nahezu Vollbeschäftigung. Daran nichts geändert hat auch die Tatsache, dass die Zahl der Arbeitslosen seit dem bisherigen Tiefstand von 1,8 Prozent im Jahr 2012 leicht gestiegen ist, wie auch das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) vor einiger Zeit festgestellt hatte.

Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Lage (kurz: die Wirtschaftsweisen) betont im aktuellen Jahresgutachten, dass Deutschland Ingenieure und andere MINT-Experten braucht, um innovativ und produktiv zu bleiben. Doch alleine aus demografischen Gründen dürften in den kommenden Jahren immer mehr dieser Experten fehlen.

Tatsächlich stieg die Arbeitslosigkeit in den vergangenen drei Jahren nur leicht, obwohl in dieser Zeit Rekordabsolventenzahlen und eine hohe Zuwanderung von Ingenieuren zu beobachten war. So erhöhte sich allein die absolute Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Ausländer in Ingenieurberufen fast doppelt so stark wie die Zahl der arbeitslosen Ingenieure. Nur wenn es gelingt, die Absolventenzahlen und die Zuwanderung an Ingenieuren auf Rekordniveau zu halten, dürfte es gelingen, die von den Wirtschaftsweisen genannte Herausforderung zu meistern. Von einem Beschäftigungsproblem kann nicht die Rede sein.

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PISA-Studie
IW-Nachricht, 6. Dezember 2016

Neue PISA-Studie Großer Handlungsbedarf in MINT-FächernArrow

Nach einem jahrelangen Aufwärtstrend haben sich die Kompetenzen deutscher Schüler zuletzt nicht weiter verbessert. In Mathematik und den Naturwissenschaften haben sie sich im Vergleich zu anderen OECD-Staaten sogar leicht verschlechtert. Das ist insbesondere angesichts des steigenden Fachkräftebedarfs in den MINT-Berufen eine schlechte Nachricht. mehr

6. Dezember 2016

Bildung Kompetenzen stärken, Jobchancen verbessernArrow

In Europa können rund 70 Millionen Menschen nicht richtig lesen, schreiben und rechnen. Auch fehlt es vielen an digitalen Kompetenzen. Die EU-Kommission will das mit ihrer New Skills Agenda ändern. In deren Rahmen sollen unter anderem mehr junge Menschen für eine Berufsausbildung begeistert werden. Der Ansatz ist gut, doch mit dem Hauptpunkt der Agenda, einer „Kompetenzgarantie“, sendet die EU falsche Signale. mehr auf iwd.de

Diversity Management – Bunte Mischung aus Alt und Jung
Gastbeitrag, 5. Dezember 2016

Christiane Flüter-Hoffmann für Mediaplanet Diversity Management – Bunte Mischung aus Alt und JungArrow

Auszubildende unter 20 Jahre und Silver Worker über 65 Jahre – diese beiden Beschäftigtengruppen zeigen die große Spannweite von Altersgruppen auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Ein Gastbeitrag von IW-Personalökonomin Christiane Flüter-Hoffmann auf dem Onlineportal erfolg-und-business.de der Agentur Mediaplanet. mehr