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Deutschland braucht Ingenieure - auch wenn zuletzt die Anzahl arbeitsloser Ingenieure leicht gestiegen ist. Foto: nd3000/iStock

Seit dem Jahr 2000 hat sich der Arbeitsmarkt für Ingenieure deutlich gedreht: Im Jahr 2000 lag die Arbeitslosenquote in Ingenieurberufen noch bei rund zehn Prozent und damit nah am Durchschnitt aller Berufe, heute besteht mit 2,3 Prozent hingegen nahezu Vollbeschäftigung. Daran nichts geändert hat auch die Tatsache, dass die Zahl der Arbeitslosen seit dem bisherigen Tiefstand von 1,8 Prozent im Jahr 2012 leicht gestiegen ist, wie auch das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) vor einiger Zeit festgestellt hatte.

Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Lage (kurz: die Wirtschaftsweisen) betont im aktuellen Jahresgutachten, dass Deutschland Ingenieure und andere MINT-Experten braucht, um innovativ und produktiv zu bleiben. Doch alleine aus demografischen Gründen dürften in den kommenden Jahren immer mehr dieser Experten fehlen.

Tatsächlich stieg die Arbeitslosigkeit in den vergangenen drei Jahren nur leicht, obwohl in dieser Zeit Rekordabsolventenzahlen und eine hohe Zuwanderung von Ingenieuren zu beobachten war. So erhöhte sich allein die absolute Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Ausländer in Ingenieurberufen fast doppelt so stark wie die Zahl der arbeitslosen Ingenieure. Nur wenn es gelingt, die Absolventenzahlen und die Zuwanderung an Ingenieuren auf Rekordniveau zu halten, dürfte es gelingen, die von den Wirtschaftsweisen genannte Herausforderung zu meistern. Von einem Beschäftigungsproblem kann nicht die Rede sein.

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IW-Kurzbericht, 14. Februar 2017

Oliver Koppel / Axel Plünnecke Erste Erfolge der qualifizierten Zuwanderung aus IndienArrow

Bereits in den letzten Jahren haben Zuwanderer erheblich zur Fachkräftesicherung in MINT-Berufen beigetragen. Bestrebungen, MINT-Zuwanderer aus dem Herkunftsland Indien zu gewinnen, zeigen erste Erfolge – sowohl die Zahl der Beschäftigten in akademischen MINT-Berufen als auch die Zahl der Studierenden in MINT-Fächern sind zuletzt deutlich gestiegen. mehr

Demografie
IW-Nachricht, 1. Februar 2017

Demografie Schrumpfen war gesternArrow

Die Rekordzuwanderung des Jahres 2015 und steigende Geburtenzahlen hellen die einst düsteren Demografie-Aussichten auf – derzeit wächst die deutsche Bevölkerung. Auch auf lange Sicht rechnet die Bundesregierung mit einer stabilen Bevölkerungszahl. Die politischen Herausforderungen werden aber nicht weniger. mehr

Bevölkerungsentwicklung
IW-Pressemitteilung, 5. Januar 2017

Bevölkerungsentwicklung In den Großstädten wird es engArrow

Während viele ländliche Gebiete Deutschlands veröden, boomen die Großstädte. Das wird in den kommenden 20 Jahren so bleiben, zeigen Bevölkerungsprognosen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) für Berlin, Frankfurt und München. Allein Berlin wird 500.000 neue Bewohner gewinnen. mehr