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Richtig ist zwar, dass indirekt auch andere Wirtschaftsbereiche an der Herstellung von Industrieprodukten beteiligt sind. Doch selbst wenn diese in die Rechnung einbezogen werden, hat das nur einen geringen Einfluss auf das Arbeitskostenranking. Lediglich Frankreich würde sich dann als einzige große Industrienation knapp vor Deutschland schieben.Immerhin: Dass die Kosten für deutsche Unternehmen nicht noch höher ausfallen, liegt an der vergleichsweise hohen Lohnzurückhaltung in Deutschland seit dem Jahr 2003. So konnten die Betriebe Marktanteile zurückerobern. Nicht zuletzt sank auch die Arbeitslosenzahl: Von Frühjahr 2005 ist sie saisonbereinigt bis Herbst 2008 um über 1,8 Millionen zurückgegangen und seitdem – trotz Wirtschaftseinbruch – nur um gut 200.000 gestiegen.

Die Industrieunternehmen haben ihre Beschäftigung trotz Auftragsflaute bisher weitgehend gehalten. Auf Dauer ist dies jedoch teuer und trotz Kurzarbeitergeld nicht lange zu schaffen. Die Unternehmen müssen ihre Wettbewerbsstärke erhalten, um von der allmählich einsetzenden konjunkturellen Erholung profitieren zu können. Überzogene Lohnerhöhungen wären jetzt das falsche Rezept.

21. September 2016

Personalkosten Arbeit in Deutschland ist teuerArrow

Westdeutsche Industriebetriebe mussten auch im Jahr 2015 mit sehr hohen Arbeitskosten zurechtkommen. Nur in wenigen kleineren Ländern war Personal teurer. Zu diesem Ergebnis kommt der 44 Länder umfassende Arbeitskostenvergleich des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). mehr auf iwd.de

Industrielle Arbeitskosten im internationalen Vergleich
IW-Trends, 20. September 2016

Christoph Schröder Industrielle Arbeitskosten im internationalen VergleichArrow

Die Arbeitskosten des westdeutschen Verarbeitenden Gewerbes beliefen sich im Jahr 2015 auf 40,90 Euro je Arbeitnehmerstunde. Damit liegt Westdeutschland an sechster Stelle des 44 Länder umfassenden Arbeitskostenvergleichs des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln und hat gegenüber dem Durchschnitt der fortgeschrittenen Industrieländer um fast ein Viertel höhere Arbeitskosten zu tragen. mehr

Steigende Arbeitskosten
IW-Nachricht, 9. Juni 2016

Steigende Arbeitskosten Höhere Kaufkraft zu einem hohen PreisArrow

Die Arbeitskosten in Deutschland sind im ersten Quartal 2016 im Vergleich zum selben Vorjahreszeitraum um über 3 Prozent gestiegen. Arbeitnehmer können sich also über mehr Kaufkraft freuen, weil die Inflationsrate momentan sehr niedrig ist. Doch Unternehmen sind zu Recht beunruhigt: Die steigenden Arbeitskosten bedeuten für sie Wettbewerbsnachteile – und letztlich könnte das auch die Arbeitnehmer empfindlich treffen. mehr