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In einem größeren Kontext betrachtet sind die jüngst deutlich gestiegenen Arbeitskosten nachvollziehbar: Ende der 1990er-Jahre lag Deutschland ökonomisch am Boden. Die Politik reagierte darauf mit der Agenda 2010, die Unternehmen optimierten Prozesse und ihr Produktangebot und die Tarifpartner einigten sich auf moderate Lohnabschlüsse. Zwischen 2003 und 2007 sanken die industriellen Lohnstückkosten dadurch um insgesamt 16 Prozent. Für die vergangene Krise waren die Unternehmen gut gerüstet, die Arbeitslosigkeit ging im jüngsten Aufschwung immer weiter zurück und Fachkräfte wurden knapp. Dies wirkte sich 2011 und 2012 auf die Löhne aus – sie stiegen deutlich, doch mit ihnen eben auch die Arbeitskosten.

Aktuell steht allerdings in den Sternen, wie die weitere konjunkturelle Entwicklung aussehen wird. Das Problem: Können deutsche Unternehmen nicht mehr Waren und Dienstleistungen verkaufen, weil die zusätzliche Nachfrage fehlt, können sie ihre Produktivität nicht weiter erhöhen – zumindest nicht, ohne Mitarbeiter zu entlassen oder zumindest deren Arbeitszeit zu reduzieren. Doch wenn die Löhne bei gleicher Produktivität weiter steigen, schlagen die höheren Arbeitskosten auf die Lohnstückkosten durch, die für den internationalen Wettbewerb entscheidend sind. Und: Die Lohnstückkosten sind in der Industrie bereits 2012 um 5 Prozent gestiegen. Damit liegen sie nur noch 2 Prozent unter dem Niveau von 2003 – als sich die Regierung Schröder daran machte, den „kranken Mann Europas“ zu heilen.

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Industriemetallpreis-Index
Gastbeitrag, 12. Januar 2017

Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung Rally der Metallpreise macht Verarbeitern zu schaffenArrow

Die Aufwärtsbewegung an den internationalen Metallmärkten hat sich auch zum Ende des vergangenen Jahres hin fortgesetzt. Der Industriemetallpreis-Index (IMP-Index) stieg im Dezember um 3,6 Prozent, nachdem er im November bereits um 11,5 Prozent in die Höhe gegangen war, schreibt IW-Ressourcenökonom Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung. mehr

11. Januar 2017

Lohnstückkosten Die Kostenbelastung bleibt hochArrow

Die deutsche Industrie muss im Vergleich zur internationalen Konkurrenz weiterhin mit einem deutlichen Kostennachteil zurechtkommen. In den Jahren seit der Finanz- und Wirtschaftskrise sind die Lohnstückkosten in Deutschland sogar deutlich schneller gestiegen als im Ausland. mehr auf iwd.de

Industriemetallpreis-Index
Gastbeitrag, 14. Dezember 2016

Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung Industriemetallpreis-Index springt um ein ZehntelArrow

Die Notierungen an den internationalen Metallmärkten sind im November stark gestiegen. Außer Gold und Silber sind alle bedeutenden Metalle deutlich teurer geworden, schreibt IW-Ressourcenökonom Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung. mehr