Ankündigung der US-Notenbank Image
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Die amerikanische Notenbank wird zeitlich unbegrenzt Monat für Monat für 40 Milliarden Dollar Immobilienwertpapiere ankaufen. Dadurch sollen die Zinsen für Hauskäufer sinken, um den schwächelnden Häusermarkt zu stützen. Ungewöhnlich ist, dass Bernanke keine zeitliche Beschränkung festlegt, sondern das Programm erst dann beenden will, wenn der Arbeitsmarkt wieder positive Signale sendet. Zudem lässt die Fed den Leitzins auf seinem historischen Tiefstand von nahezu null Prozent, um weiterhin ausreichend Liquidität an den Finanzmärkten zu gewährleisten.

Die Märkte reagierten positiv auf diese Nachricht und der Euro verteuerte sich gegenüber dem Dollar deutlich. Das ist nicht verwunderlich: Insgesamt summieren sich die Programme der Fed seit 2008 auf 2,950 Billionen US-Dollar und die erneute Ausweitung der Dollar-Geldmenge führt unweigerlich dazu, dass der Dollar-Wert sinkt. Entsprechend ist die Euro-Stärke ein Ausdruck gestiegener Inflationserwartungen im Dollarraum. Außerdem führt das Mehr an Geld dazu, dass Spekulationsblasen an den Börsen entstehen – so entfernt sich der amerikanische Leitindex Dow Jones immer weiter von den Fundamentaldaten der Realwirtschaft.

Und doch wird die Schwächung des Dollars die amerikanische Exportwirtschaft freuen. Denn indem nun die Preise amerikanischer Produkte im europäischen Ausland sinken, wird sich die Nachfrage erhöhen, was die US-Wirtschaft ankurbeln dürfte. Für die europäischen Export-Unternehmen kommt die relative Euro-Stärke hingegen äußerst ungelegen, werden nun doch die europäischen Exportgüter teurer.

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26. September 2016

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Seit 2008 zieht die Europäische Zentralbank (EZB) ein geldpolitisches Instrument nach dem anderen aus dem Hut, um die Märkte zu stabilisieren, die Wirtschaft zu beleben oder – wie derzeit – die Inflation anzukurbeln. Weil bislang nicht alle erhofften Wirkungen eingetreten sind, soll EZB-Chef Mario Draghi nach dem Willen einiger Ökonomen noch tiefer in die geldpolitische Trickkiste greifen. Doch das ist nicht notwendig. Denn tatsächlich wirkt die Niedrigzinspolitik – auf dem Arbeitsmarkt. mehr auf iwd.de

The Case for Reviving Securitization
IW-Kurzbericht, 26. September 2016

Markus Demary The Case for Reviving SecuritizationArrow

European financial markets are still fragmented. A lack of cross-border lending and cross-border asset holdings hinders the financing of the economy, the conduct of monetary policy as well as cross-border risk-sharing against asymmetric shocks. Reviving the market for securitizations is vital for achieving these goals. A true European Capital Markets Union is needed, but there are still a lot of obstacles to overcome. mehr