Altersgerechtes Arbeiten Image
Quelle: Fotolia

Der geringe Anteil von Beschäftigten im Alter von 60 und darüber ist jedoch vorrangig noch die Nachwirkung des lange Zeit vom Staat alimentierten vorzeitigen Ausstiegs aus dem Erwerbsleben, den auch die Gewerkschaften aktiv mitgetragen haben. Die Beschäftigung Älterer ist in den vergangenen Jahren jedoch angestiegen, nicht zuletzt auch in der Metall- und Elektro-Industrie. Angesichts der demografischen Entwicklung hat ein Mentalitätswandel eingesetzt. Die Rente mit 67 war ein notwendiger Schritt, weil die Erwerbsbevölkerung und damit die Zahl der Beitragszahler zurückgeht, Menschen aber immer älter werden und länger Renten beziehen.

Der vorzeitige Abschied aus dem Berufsleben verliert für ältere Beschäftigte und Unternehmen gleichermaßen an Attraktivität. Und Letztere sind auch nicht so untätig wie die IG Metall in ihrer Studie kritisiert. So zeigte eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln, dass die große Mehrheit der Unternehmen bereits im Jahr 2008 personalpolitische Maßnahmen ergriffen hat, um ältere Beschäftigte zu fördern (IW-Trends 4/2009). Unternehmen der Metall- und Elektro-Industrie waren dabei genauso aktiv wie vergleichbare Betriebe aus anderen Wirtschaftszweigen. Und wo die Arbeitsbedingungen einen flexiblen Übergang in den Ruhestand erforderlich machen, wurden hierfür auf tarifpolitischer Ebene Möglichkeiten geschaffen, die den besonderen Bedingungen des Betriebs und der Beschäftigten gerecht werden.

Ansprechpartner

Diversity Management – Bunte Mischung aus Alt und Jung
Gastbeitrag, 5. Dezember 2016

Christiane Flüter-Hoffmann für Mediaplanet Diversity Management – Bunte Mischung aus Alt und JungArrow

Auszubildende unter 20 Jahre und Silver Worker über 65 Jahre – diese beiden Beschäftigtengruppen zeigen die große Spannweite von Altersgruppen auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Ein Gastbeitrag von IW-Personalökonomin Christiane Flüter-Hoffmann auf dem Onlineportal erfolg-und-business.de der Agentur Mediaplanet. mehr

IW-Kurzbericht, 1. Dezember 2016

Oliver Stettes Gute Arbeit: Höhere Arbeitszufriedenheit durch mobiles ArbeitenArrow

Digitale Technologien ermöglichen die Flexibilisierung von Arbeitsort und Arbeitszeit und vergrößern damit den Spielraum für ein selbstbestimmtes Arbeiten. Die IW-Beschäftigtenbefragung 2015 bestätigt, dass mobiles Arbeiten in der Tat mit mehr Zeitsouveränität im Job einhergeht. Die Arbeitszufriedenheit von Beschäftigten, die mobil arbeiten, ist auch aus diesem Grund signifikant höher als die ihrer Kollegen, die nie mobil arbeiten. mehr

IW-Trends, 24. November 2016

Andrea Hammermann / Oliver Stettes Familienfreundliche Arbeitswelt im Zeichen der Digitalisierung – Befunde auf Basis des Unternehmensmonitors Familienfreundlichkeit 2016Arrow

Die Digitalisierung birgt Potenziale, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern. Laut aktuellen Befragungsergebnissen im Rahmen des Unternehmensmonitors Familienfreundlichkeit 2016 sind Unternehmen und Beschäftigte gleichermaßen davon überzeugt. Fast jedes zweite stark digitalisierte Unternehmen – das sogenannte Unternehmen 4.0 – weist eine ausgeprägt familienfreundliche Unternehmenskultur auf. mehr