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Selbst arbeitslose Vermögende bekommen derzeit Geld von der Arbeitsagentur: Für ein 60-jähriges Paar sieht der Gesetzgeber einen Grundfreibetrag von 62.400 Euro vor. Dazu kommen 30.000 Euro aus einer Altersvorsorge, wenn vereinbart ist, dass diese erst im Rentenalter ausgezahlt wird. Noch einmal 1.500 Euro bleiben für Anschaffungen frei. Überhaupt nicht zurückgegriffen wird auf Vermögen in Riester-Sparverträgen. Ebenfalls nicht angetastet wird eine angemessene, selbst bewohnte Immobilie, deren Wert ohne weiteres sechsstellige Beträge erreichen kann.

Etwas weniger großzügig wird das Vermögen Jüngerer behandelt. 40-jährige Eltern mit zwei Kindern dürfen 40.000 Euro auf der hohen Kante behalten; Riester-Vertrag und Immobilie müssen ebenfalls nicht angetastet werden, um ALG II zu erhalten. Es gibt von daher überhaupt keinen sachlichen Grund, an den bestehenden gesetzlichen Regeln etwas zu ändern.

Jochen Pimpertz in der Bilanz
Gastbeitrag, 18. August 2016

Jochen Pimpertz in der Bilanz Das falsche InstrumentArrow

Die SPD schlägt Freibeträge in der Sozialversicherung vor, um Haushalte niedrigen und mittleren Einkommens zu entlasten. Die Idee setze nicht an der richtigen Stelle an, schreibt Jochen Pimpertz, IW-Experte für Sozialpolitik, in der Bilanz. mehr

Asylbewerber
7. Januar 2016

Asylbewerber Was kostet die Flüchtlingshilfe?Arrow

Die Ausgaben für Hartz IV und Integrationsmaßnahmen werden den deutschen Fiskus in diesem Jahr viele Milliarden Euro kosten. Je schneller die Zuwanderer integriert und fit für den Arbeitsmarkt gemacht werden, desto eher erhält der Staat für sein Geld eine Rendite. mehr auf iwd.de

Agenda 2010 und ihre Folgen
IW-Nachricht, 14. Oktober 2015

Agenda 2010 und ihre Folgen Die Ärmsten profitieren am meistenArrow

Mit der Agenda 2010 krempelte 2005 die damalige Bundesregierung die sozialen Sicherungssysteme in Deutschland um. Nahezu unbestritten sind die positiven Effekte auf die Beschäftigung. Allerdings stehen insbesondere die Hartz-IV-Reformen in dem Verdacht, die soziale Ungleichheit verschärft zu haben – zu Unrecht. mehr