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Im Jahr 1991 kamen auf 1.000 Einwohner noch 2,76 praktizierende Ärzte. Seither ist die Ärztedichte trotz unveränderter Bevölkerungszahl kontinuierlich gestiegen. Sie liegt aktuell bei 3,84. Damit nimmt Deutschland im internationalen Vergleich eine Spitzenposition ein. Bedingt durch die Alterung der Ärzteschaft müssen nach dem Jahr 2025 jedes Jahr 9.500 Ärzte ersetzt werden. Bereits eine moderate Erhöhung der hiesigen Studienkapazitäten würde es ermöglichen, diesen Bedarf problemlos aus dem Absolventenpotenzial zu decken. Dies ist in der Vergangenheit jedoch auf Widerstand der deutschen Ärzteschaft gestoßen.

Hilfe kommt aus dem Ausland: So sind hierzulande 36.400 Ärzte tätig, die im Ausland geboren wurden und mit einem ausländischen Abschluss zugewandert sind. Hinzu kommen die zahlreichen deutschen „Numerus-Clausus-Flüchtlinge“, die ihr Medizinstudium im Ausland absolviert haben und anschließend nach Deutschland zurückgekehrt sind. Dieses Potenzial taucht in keiner Statistik auf. Dagegen arbeiten gerade einmal 24.000 in Deutschland ausgebildete Ärzte im Ausland. Unter dem Strich profitiert Deutschland somit von einer hohen Nettozuwanderung im Ausland ausgebildeter Ärzte, welche langfristig die Versorgung sicherstellt.

Ansprechpartner

23. Dezember 2016

Demografie Generation WunschkonzertArrow

Deutschland hat eine der niedrigsten Geburtenraten weltweit. Der chronische Kindermangel hat sich längst auf dem Arbeitsmarkt niedergeschlagen: Junge Jobstarter haben so viele Chancen wie noch nie. In den Unternehmen sind Berufseinsteiger als „knappe Ressource“ so stark nachgefragt, dass sie ihre Wünsche und Vorstellungen oft durchsetzen können. mehr auf iwd.de

PISA-Studie
IW-Nachricht, 6. Dezember 2016

Neue PISA-Studie Großer Handlungsbedarf in MINT-FächernArrow

Nach einem jahrelangen Aufwärtstrend haben sich die Kompetenzen deutscher Schüler zuletzt nicht weiter verbessert. In Mathematik und den Naturwissenschaften haben sie sich im Vergleich zu anderen OECD-Staaten sogar leicht verschlechtert. Das ist insbesondere angesichts des steigenden Fachkräftebedarfs in den MINT-Berufen eine schlechte Nachricht. mehr

6. Dezember 2016

Bildung Kompetenzen stärken, Jobchancen verbessernArrow

In Europa können rund 70 Millionen Menschen nicht richtig lesen, schreiben und rechnen. Auch fehlt es vielen an digitalen Kompetenzen. Die EU-Kommission will das mit ihrer New Skills Agenda ändern. In deren Rahmen sollen unter anderem mehr junge Menschen für eine Berufsausbildung begeistert werden. Der Ansatz ist gut, doch mit dem Hauptpunkt der Agenda, einer „Kompetenzgarantie“, sendet die EU falsche Signale. mehr auf iwd.de