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Im Jahr 1991 kamen auf 1.000 Einwohner noch 2,76 praktizierende Ärzte. Seither ist die Ärztedichte trotz unveränderter Bevölkerungszahl kontinuierlich gestiegen. Sie liegt aktuell bei 3,84. Damit nimmt Deutschland im internationalen Vergleich eine Spitzenposition ein. Bedingt durch die Alterung der Ärzteschaft müssen nach dem Jahr 2025 jedes Jahr 9.500 Ärzte ersetzt werden. Bereits eine moderate Erhöhung der hiesigen Studienkapazitäten würde es ermöglichen, diesen Bedarf problemlos aus dem Absolventenpotenzial zu decken. Dies ist in der Vergangenheit jedoch auf Widerstand der deutschen Ärzteschaft gestoßen.

Hilfe kommt aus dem Ausland: So sind hierzulande 36.400 Ärzte tätig, die im Ausland geboren wurden und mit einem ausländischen Abschluss zugewandert sind. Hinzu kommen die zahlreichen deutschen „Numerus-Clausus-Flüchtlinge“, die ihr Medizinstudium im Ausland absolviert haben und anschließend nach Deutschland zurückgekehrt sind. Dieses Potenzial taucht in keiner Statistik auf. Dagegen arbeiten gerade einmal 24.000 in Deutschland ausgebildete Ärzte im Ausland. Unter dem Strich profitiert Deutschland somit von einer hohen Nettozuwanderung im Ausland ausgebildeter Ärzte, welche langfristig die Versorgung sicherstellt.

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IW-Kurzbericht, 13. Februar 2017

Jochen Pimpertz Kosten der Entgeltfortzahlung – beschränktes PräventionspotenzialArrow

Die Aufwendungen der Arbeitgeber für die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall steigen seit Jahren ungebremst. Durch medizinische Prävention lässt sich aber nur ein kleiner Teil dieser Kosten vermeiden. Denn der Anstieg ist nicht allein auf das Erkrankungsrisiko zurückzuführen, sondern auch auf die günstige Beschäftigungsentwicklung und die steigenden Bruttoentgelte. mehr

Ökonomische Auswirkungen der Familienarbeitszeit auf die Metall- und Elektro-Industrie
Gutachten, 9. Februar 2017

Holger Schäfer Ökonomische Auswirkungen der Familienarbeitszeit auf die Metall- und Elektro-IndustrieArrow

Das Familiengeld soll Eltern finanziell belohnen, die sich die Erwerbsarbeit in einem Korridor von 28 bis 36 Stunden gleichmäßig aufteilen. Eine Studie, die das Institut der deutschen Wirtschaft Köln im Auftrag des Verbandes Gesamtmetall gemacht hat, zeigt, dass diese Leistung den Fachkräfteengpass in der Metall- und Elektro-Industrie verstärkt. mehr

23. Dezember 2016

Demografie Generation WunschkonzertArrow

Deutschland hat eine der niedrigsten Geburtenraten weltweit. Der chronische Kindermangel hat sich längst auf dem Arbeitsmarkt niedergeschlagen: Junge Jobstarter haben so viele Chancen wie noch nie. In den Unternehmen sind Berufseinsteiger als „knappe Ressource“ so stark nachgefragt, dass sie ihre Wünsche und Vorstellungen oft durchsetzen können. mehr auf iwd.de