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Allerdings gibt es große Unterschiede zwischen Ost und West in der Bundesrepublik. Im Osten besteht zwischen Mann und Frau eine Gehaltsdifferenz von durchschnittlich 5 Prozent, im Westen beträgt sie 25 Prozent. Aussagen darüber, wie sich unterschiedliche Qualifikationen, Berufe und Erwerbsbiografien usw. auswirken, sind nicht möglich.

Doch genau in dieser Rechnung könnten die Ursachen liegen: Zwar haben Frauen in punkto Qualifikation mit ihren männlichen Kollegen fast gleichgezogen. Daneben zählen aber auch die Berufswahl und vor allem die Babypausen zu den wichtigsten Einflussfaktoren, wer wie viel Einkommen bezieht. Entscheidend ist, wie schnell ein Arbeitnehmer – meist die Frau – nach einer Babypause wieder in den Job einsteigt. Doch selbst wenn Mütter schnell wieder an den Arbeitsplatz zurückkehren wollen, ist ihnen dies nicht immer möglich, weil sie ihren Nachwuchs nicht allein lassen können. Laut regionaler Kindertagesbetreuungsstatistik für das Jahr 2008 werden gerade einmal 10 Prozent aller unter Dreijährigen in Westdeutschland in einer Kita betreut, in Ostdeutschland dagegen gut 38 Prozent.

Viele Mütter kehren nur als Teilzeitler wieder auf die Arbeit zurück. Im Westen dürfte dies vor allem an den fehlenden Betreuungsmöglichkeiten liegen, im Osten gibt es oft nicht genug Vollzeitarbeitsplätze.

Ökonomische Auswirkungen der Familienarbeitszeit auf die Metall- und Elektro-Industrie
Gutachten, 9. Februar 2017

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Das Familiengeld soll Eltern finanziell belohnen, die sich die Erwerbsarbeit in einem Korridor von 28 bis 36 Stunden gleichmäßig aufteilen. Eine Studie, die das Institut der deutschen Wirtschaft Köln im Auftrag des Verbandes Gesamtmetall gemacht hat, zeigt, dass diese Leistung den Fachkräfteengpass in der Metall- und Elektro-Industrie verstärkt. mehr

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IW-Kurzbericht, 17. Januar 2017

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Frauen und Männer haben unterschiedliche Präferenzen hinsichtlich des Umfangs ihrer Arbeitszeit. Eine Auswertung des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) verdeutlicht, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf eine zentrale Ursache für divergierende Arbeitszeitwünsche darstellt. Allerdings unterscheiden sich die Wunscharbeitszeiten auch bei Frauen und Männern ohne Betreuungspflichten noch deutlich. mehr

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Im Jahr 2016 waren so viele Menschen in Deutschland beschäftigt wie nie zuvor. Dennoch hat die Regierung in dieser Legislaturperiode noch zwei Arbeitsmarktreformen auf der Agenda: das Lohngerechtigkeitsgesetz und den Rechtsanspruch auf befristete Teilzeit. Beide Gesetze sind weder nötig noch hilfreich. mehr