Bevölkerungsentwicklung Image
Quelle: Fotolia

Um die aktuelle Bevölkerungszahl zu halten, wären statistisch betrachtet 2,1 Kinder pro Frau nötig. Aktuell beträgt die Geburtenrate jedoch nur 1,38 Kinder je Frau. Selbst eine verstärke Zuwanderung kann den Bevölkerungsrückgang nicht aufhalten. Auch wenn pro Jahr unterm Strich 200.000 Personen nach Deutschland kämen, würden in gut 50 Jahren 12 Millionen weniger Menschen in der Bundesrepublik leben als heute. Dabei ist diese Schätzung weit von den aktuellen Zuwanderungszahlen entfernt: Zieht man die Ausgewanderten von den Eingewanderten ab, bleiben im Jahr 2007 lediglich 44.000 zusätzliche Wahldeutsche übrig.

Durch die schrumpfende Bevölkerung verschiebt sich die Altersstruktur dramatisch: Im Jahr 2060 werden 100 Personen im Alter von 20 bis 65 Jahren 98 Personen gegenüberstehen, die mitversorgt werden müssen. Doch nicht jeder der Erwerbsfähigen hat auch wirklich einen Job, um diese Lasten zu schultern, zum Beispiel, weil er zuhause Kinder erzieht, arbeitslos ist oder sich noch in der Ausbildung befindet.

Umso dringender sind Reformen, die für eine gleichmäßige Lastverteilung zwischen den Generationen sorgen. Dazu zählt eine kinderfreundlichere Familienpolitik ebenso wie eine Kopplung der Rentenzahlung an die Kinderzahl und höhere Bildungsinvestitionen.

Veranstaltung
Veranstaltung, 10. November 2016

Berliner Gespräche Herbsttagung 2016 Reform der Alterssicherung im demografischen Wandel – Aufgaben für die nächste LegislaturperiodeArrow

Das Jahr 2017 steht im Zeichen der Bundestagswahl, deren Ausgang auch für die Alterssicherung richtungsweisend sein kann. Denn die nächste Legislaturperiode wird die letzte sein, bevor die Baby-Boomer nach und nach in den Ruhestand wechseln. Noch besteht die Möglichkeit, den Ausgleich zwischen den Generationen zu tarieren, doch es ist Eile geboten. mehr

"Der am wenigsten belastende Vorgang für alle"
Interview, 17. August 2016

Michael Hüther im Deutschlandfunk "Der am wenigsten belastende Vorgang für alle"Arrow

Im Interview mit dem Deutschlandfunk spricht sich Michael Hüther für die Rente mit 69 aus. Wenn man weder Beitragssatz noch Rentenniveau anpassen wolle, bleibe nur die Stellschraube des Rentenzugangsalters. Damit würden die Lasten fair verteilt. mehr

Kinderbetreuung
IW-Nachricht, 21. Juli 2016

Kinderbetreuung Noch ein weiter WegArrow

Im März 2016 besuchten 721.000 unter Dreijährige eine Kindertageseinrichtung oder -pflege. Damit gab es noch nicht einmal jene 750.000 Betreuungsplätze, auf die sich die Politik beim Krippengipfel 2007 verständigt hatte. Gleichzeitig ist der Bedarf in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen – laut Schätzungen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) ergibt sich aktuell eine Lücke von rund 165.000 Betreuungsplätzen. mehr