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Um die aktuelle Bevölkerungszahl zu halten, wären statistisch betrachtet 2,1 Kinder pro Frau nötig. Aktuell beträgt die Geburtenrate jedoch nur 1,38 Kinder je Frau. Selbst eine verstärke Zuwanderung kann den Bevölkerungsrückgang nicht aufhalten. Auch wenn pro Jahr unterm Strich 200.000 Personen nach Deutschland kämen, würden in gut 50 Jahren 12 Millionen weniger Menschen in der Bundesrepublik leben als heute. Dabei ist diese Schätzung weit von den aktuellen Zuwanderungszahlen entfernt: Zieht man die Ausgewanderten von den Eingewanderten ab, bleiben im Jahr 2007 lediglich 44.000 zusätzliche Wahldeutsche übrig.

Durch die schrumpfende Bevölkerung verschiebt sich die Altersstruktur dramatisch: Im Jahr 2060 werden 100 Personen im Alter von 20 bis 65 Jahren 98 Personen gegenüberstehen, die mitversorgt werden müssen. Doch nicht jeder der Erwerbsfähigen hat auch wirklich einen Job, um diese Lasten zu schultern, zum Beispiel, weil er zuhause Kinder erzieht, arbeitslos ist oder sich noch in der Ausbildung befindet.

Umso dringender sind Reformen, die für eine gleichmäßige Lastverteilung zwischen den Generationen sorgen. Dazu zählt eine kinderfreundlichere Familienpolitik ebenso wie eine Kopplung der Rentenzahlung an die Kinderzahl und höhere Bildungsinvestitionen.

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