Die Berufswahl entscheidet über das Einkommen Image
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Die Berufswahl von Männern und Frauen könnte unterschiedlicher nicht sein. Unter den Tops der im Jahr 2008 am häufigsten gewählten Ausbildungsberufe von Jungen finden sich die Berufe Kfz-Mechatroniker, Industriemechaniker und Elektroniker. Bei Mädchen zählen die Kauffrau im Einzelhandel, die Medizinische Fachangestellte und die Friseurin zu den beliebtesten Ausbildungsberufen.

Allerdings locken gerade Berufe im Verarbeitenden Gewerbe im Vergleich zu vielen Dienstleistungsberufen mit höheren Löhnen: Wer sich beispielsweise in Nordrhein-Westfalen für den Beruf des Elektrikers entscheidet, kann mit einem Bruttogehalt von gut 2.300 Euro im Monat rechnen. Dagegen erhalten Friseure nur etwa 1.300 Euro pro Monat. Der Girls Day bietet eine gute Gelegenheit, an diesen Strukturen etwas zu ändern und Mädchen für zukunftsträchtige Ausbildungsberufe zu interessieren.

Geschlechtstypische Unterschiede sind aber auch bei der Wahl der Studienfächer zu beobachten. Insbesondere Frauen sind deutlich seltener in technischen oder IT-Fächern wie dem Bauingenieurwesen, dem Maschinenbau, der Informatik, etc. eingeschrieben. Nicht zuletzt aufgrund der hohen Nachfrage am Arbeitsmarkt fallen die Verdienstmöglichkeiten für Absolventen dieser Fächergruppen höher aus und bilden damit eine zentrale Ursache für geschlechtsspezifische Entgeltunterschiede.

IW-Report
IW-Report, 15. Juli 2016

Andrea Hammermann / Jörg Schmidt / Oliver Stettes A web tool-based equal gender pay analysis for a competitive EuropeArrow

The equal pacE web tool is an interactive software application that informs the user about the extent of gender pay gaps in his or her organisation. In this IW-Report the researches present the tool's features and give an overview about the lessons learned from using the tool. mehr

Lohnlücke
IW-Pressemitteilung, 13. Juni 2016

Lohnlücke Der Staat muss nicht handelnArrow

Frauen verdienen in Deutschland durchschnittlich rund 21 Prozent weniger als Männer. Die Bundesregierung findet das besorgniserregend und will mit einem „Lohngerechtigkeitsgesetz“ gegensteuern. Doch eine Analyse des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zeigt: Die gesamtwirtschaftliche Lohnlücke ist wesentlich kleiner als gedacht, ein staatlicher Eingriff nicht gerechtfertigt. mehr