Die Berufswahl entscheidet über das Einkommen Image
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Die Berufswahl von Männern und Frauen könnte unterschiedlicher nicht sein. Unter den Tops der im Jahr 2008 am häufigsten gewählten Ausbildungsberufe von Jungen finden sich die Berufe Kfz-Mechatroniker, Industriemechaniker und Elektroniker. Bei Mädchen zählen die Kauffrau im Einzelhandel, die Medizinische Fachangestellte und die Friseurin zu den beliebtesten Ausbildungsberufen.

Allerdings locken gerade Berufe im Verarbeitenden Gewerbe im Vergleich zu vielen Dienstleistungsberufen mit höheren Löhnen: Wer sich beispielsweise in Nordrhein-Westfalen für den Beruf des Elektrikers entscheidet, kann mit einem Bruttogehalt von gut 2.300 Euro im Monat rechnen. Dagegen erhalten Friseure nur etwa 1.300 Euro pro Monat. Der Girls Day bietet eine gute Gelegenheit, an diesen Strukturen etwas zu ändern und Mädchen für zukunftsträchtige Ausbildungsberufe zu interessieren.

Geschlechtstypische Unterschiede sind aber auch bei der Wahl der Studienfächer zu beobachten. Insbesondere Frauen sind deutlich seltener in technischen oder IT-Fächern wie dem Bauingenieurwesen, dem Maschinenbau, der Informatik, etc. eingeschrieben. Nicht zuletzt aufgrund der hohen Nachfrage am Arbeitsmarkt fallen die Verdienstmöglichkeiten für Absolventen dieser Fächergruppen höher aus und bilden damit eine zentrale Ursache für geschlechtsspezifische Entgeltunterschiede.

7. Dezember 2016

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Selbst die seit elf Jahren amtierende Kanzlerin Angela Merkel konnte die Chancengleichheit hierzulande nicht nachhaltig befördern: Im aktuellen Global Gender Gap Report des Weltwirtschaftsforums rutschte Deutschland innerhalb von zehn Jahren vom respektablen Platz 5 auf Platz 13 ab. mehr auf iwd.de

Lohngleichheit
IW-Nachricht, 7. Oktober 2016

Lohngleichheit Gesetz geht an den Ursachen vorbeiArrow

Der Koalitionsausschuss hat Eckpunkte für ein sogenanntes Entgelttransparenzgesetz beschlossen. Gegenüber dem Entwurf vom vergangenen Dezember haben die Koalitionspartner zwar deutlich nachgebessert. Das Vorhaben bleibt aber überflüssig – denn an den bekannten Ursachen der Lohnlücke ändert es nichts. mehr

IW-Trends, 20. September 2016

Andrea Hammermann / Matthias Niendorf / Jörg Schmidt Kulturelle Diversität als Erfolgsfaktor? Empirische Ergebnisse auf Basis des Linked-Employer-Employee-Datensatzes des IAB Arrow

Der Einfluss der kulturellen Diversität innerhalb der Belegschaft auf den betrieblichen Erfolg ist kontextabhängig. Kulturelle Vielfalt innerhalb der Belegschaft wirkt per se weder förderlich noch hinderlich. Dies ist das Ergebnis einer empirischen Auswertung von Linked-Employer-Employee-Daten für Deutschland über das Zusammenspiel kulturell unterschiedlicher Gruppen in Unternehmen und ihren (möglichen) Einfluss auf die Bruttowertschöpfung. mehr