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Alles wird teurer, nur das Wohnen offenbar nicht: Seit 2000 sind die Wohnimmobilienpreise in Deutschland nach Daten von Immobilienexperten nur um durchschnittlich 0,4 Prozent pro Jahr gestiegen; andere Länder wie Großbritannien und Spanien haben in dieser Zeit Zuwachsraten von deutlich mehr als 5 Prozent pro Jahr erlebt. Die Mieten sind ein Spiegelbild dieser Entwicklung – sie blieben hierzulande annährend konstant. Ein etwas anderes Bild ergibt sich für Gewerbeimmobilien. Die Mieten für Büros in Citylage verteuerten sich im Jahr 2007 um 2 Prozent und die Mieten für den innerstädtischen Einzelhandel um knapp 4 Prozent - in Ostdeutschland sogar um 6 Prozent. Diese Entwicklung dürfte vor allem der verbesserten Wirtschaftslage und der anziehenden Beschäftigung geschuldet sein.

Diese Faktoren sollten auch dem Wohnimmobilienmarkt in diesem Jahr mehr Schwung geben. Außerdem werden kaum noch neue Wohnungen gebaut. Allein zwischen Januar und Oktober 2007 sind die Genehmigungszahlen für den Wohnungsneubau um 30 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurückgegangen. Das Angebot wird also knapper. Auf der anderen Seite dürfte das Interesse an Wohneigentum steigen, wenn die große Koalition wie versprochen den „Wohn-Riester“ auf den Weg bringt. Dadurch können Zulagen und Steuervorteile aus der Riesterrente auch für den Wohnungskauf eingesetzt werden. Aufgrund dieser Gemengelage dürften 2008 die Wohnimmobilienpreise wieder anziehen.