Ingenieurengpass Image
Quelle: Fotolia

Ob es an Fachkräften fehlt oder nicht, findet man am besten heraus, wenn man zur gleichen Zeit die offenen Stellen den Arbeitslosen gegenüberstellt. Allerdings wird nur ein Teil der freien Jobs auch wirklich der Bundesagentur für Arbeit gemeldet. Im Fall der Ingenieurberufe ist es besonders extrem: Laut Erhebungen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln gibt es in der Wirtschaft tatsächlich etwa sechs- bis siebenmal so viele Jobangebote. Aber selbst wenn man nur die der BA gemeldeten Stellen betrachtet, sieht man eine deutliche Lücke: Aktuell sind 3.960 Maschinenbau- und Fahrzeugingenieure arbeitslos. Die BA hat für sie 5.177 Jobs im Angebot.

Die Unkenrufer machen aber noch einen Fehler: Sie rechnen die Nachfrage künstlich klein. Sie gehen einfach davon aus, dass jeder Student der Ingenieurwissenschaften auch wirklich nur als Ingenieur arbeiten wird. Tun sie aber nicht. Ingenieure stehen nicht nur ganz klassisch am Reißbrett. Fast die Hälfte der Absolventen wählt einen anderen Job – und ist dort mit ihrem Know-how ebenso begehrt. Sie werden etwa Geschäftsführer eines Maschinenbauunternehmens, Dozent an der Uni etc. Wer das vernachlässigt, dem gelingt es natürlich spielend, einen steigenden Ingenieurengpass in ein Überangebot umzumünzen.

Die Mär vom Schweinezyklus
IconDownload | PDF

23. Dezember 2016

Demografie Generation WunschkonzertArrow

Deutschland hat eine der niedrigsten Geburtenraten weltweit. Der chronische Kindermangel hat sich längst auf dem Arbeitsmarkt niedergeschlagen: Junge Jobstarter haben so viele Chancen wie noch nie. In den Unternehmen sind Berufseinsteiger als „knappe Ressource“ so stark nachgefragt, dass sie ihre Wünsche und Vorstellungen oft durchsetzen können. mehr auf iwd.de

Handlungsbedarf in MINT-Fächern
Gastbeitrag, 13. Dezember 2016

Christina Anger in der Fuldaer Zeitung Handlungsbedarf in MINT-FächernArrow

Im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) sind gegenwärtig deutlich mehr Stellen zu besetzen als Personen arbeitslos gemeldet sind. Vor diesem Hintergrund sind die Ergebnisse der aktuellen Pisa-Erhebung keine gute Nachricht, schreibt IW-Bildungsökonomin Christina Anger in der Fuldaer Zeitung. mehr

PISA-Studie
IW-Nachricht, 6. Dezember 2016

Neue PISA-Studie Großer Handlungsbedarf in MINT-FächernArrow

Nach einem jahrelangen Aufwärtstrend haben sich die Kompetenzen deutscher Schüler zuletzt nicht weiter verbessert. In Mathematik und den Naturwissenschaften haben sie sich im Vergleich zu anderen OECD-Staaten sogar leicht verschlechtert. Das ist insbesondere angesichts des steigenden Fachkräftebedarfs in den MINT-Berufen eine schlechte Nachricht. mehr