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Arbeitszeiten Quelle: DragonImages – Fotolia

Kein Gesetz verbietet es Arbeitnehmern und Arbeitgebern zu vereinbaren, dass der Arbeitnehmer für einen gewissen Zeitraum weniger arbeitet. Tatsächlich ist eine weitgehende Arbeitszeitflexibilisierung zum Zwecke der besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie in vielen Betrieben tägliche Praxis.

Der Gewerkschaft geht es also wohl eher darum, einen Rechtsanspruch zu schaffen – womöglich mit Lohnausgleich. Ein Zwang zur Arbeitszeitverkürzung für Eltern dürfte aber viele, insbesondere kleine und mittlere Betriebe organisatorisch überfordern. Zumal es die Gewerkschaft auf der anderen Seite erschweren will, dass temporär Ersatzpersonal akquiriert werden kann: Zeitarbeit und Befristungen sollen nach dem Willen der Gewerkschaft stärker reguliert werden. Am Ende würden entsprechend übertriebene Regulierungen womöglich dafür sorgen, dass es für Firmen unattraktiv wird, Eltern überhaupt erst einzustellen.

Eine umfassende Arbeitszeitverkürzung für Eltern ist noch aus einem anderen Blickwinkel problematisch: Es gibt in Deutschland rund 1,6 Millionen Vollzeitbeschäftigte mit Kindern bis 3 Jahren, darunter fast 500.000 in Akademikerjobs. Wenn alle ihre Arbeitszeit reduzieren würden, könnte sich der Fachkräftemangel noch einmal deutlich verschärfen.

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IW-Direktor Michael Hüther
Interview, 10. Februar 2017

Michael Hüther in der Frankfurter Allgemeinen „Vorstandsgehälter sind die Sache des Aufsichtsrats“Arrow

Im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erklärt Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln, warum er von dem Vorschlag der SPD, Managergehälter zu begrenzen, nichts hält und warum sich ein gesetzlicher Eingriff verbietet. mehr

Ökonomische Auswirkungen der Familienarbeitszeit auf die Metall- und Elektro-Industrie
Gutachten, 9. Februar 2017

Holger Schäfer Ökonomische Auswirkungen der Familienarbeitszeit auf die Metall- und Elektro-IndustrieArrow

Das Familiengeld soll Eltern finanziell belohnen, die sich die Erwerbsarbeit in einem Korridor von 28 bis 36 Stunden gleichmäßig aufteilen. Eine Studie, die das Institut der deutschen Wirtschaft Köln im Auftrag des Verbandes Gesamtmetall gemacht hat, zeigt, dass diese Leistung den Fachkräfteengpass in der Metall- und Elektro-Industrie verstärkt. mehr

Arbeitszeitwünsche von Frauen und Männern
IW-Kurzbericht, 17. Januar 2017

Holger Schäfer / Jörg Schmidt Arbeitszeitwünsche von Frauen und MännernArrow

Frauen und Männer haben unterschiedliche Präferenzen hinsichtlich des Umfangs ihrer Arbeitszeit. Eine Auswertung des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) verdeutlicht, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf eine zentrale Ursache für divergierende Arbeitszeitwünsche darstellt. Allerdings unterscheiden sich die Wunscharbeitszeiten auch bei Frauen und Männern ohne Betreuungspflichten noch deutlich. mehr