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Oliver Stettes Quelle: IW Köln

Laut Ihrer Studie sind ein Drittel der Unternehmen gut auf die Digitalisierung ausgerichtet. In wie weit war und bleibt HR an den Entscheidungen rund um diesen Transformationsprozess beteiligt?

In digital ausgerichteten Unternehmen spielt nicht nur das Internet eine große Rolle für die unterschiedlichen Geschäftsaktivitäten, das Thema Digitalisierung wird auch im Zusammenhang mit den verschiedenen betrieblichen Funktionen diskutiert. HR ist daran beteiligt. Dies schließen wir nicht zuletzt aus den Umstand, dass diese Unternehmen die Personalentwicklung besonders häufig aktiv vorantreiben. Allerdings liegt der Fokus derzeit mehr in den anderen Unternehmensbereichen.

Wie unterscheiden sich digital ausgerichtete Unternehmen in puncto Führungskultur von den anderen?

Dies lässt sich zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht sagen. Wir sehen aber, dass den Themen Planungs- und Organisationsfähigkeit, Kommunikation und Kooperation ebenso bereits heute eine große Aufmerksamkeit geschenkt wird wie der Weiterbildung in Fragen Projektmanagement und Führung

Auch Personalentwicklung muss sich digital ausrichten und Qualifizierungsangebote anpassen. Funktioniert das aktuell gut?

Zum jetzigen Zeitpunkt lässt sich zumindest sagen, dass IT-Fachwissen, Online-Skills in Zukunft ebenso eine hohe Bedeutung zukommen wird wie dem beruflichen Erfahrungswissen. Die höhere Aktivität digital ausgerichteter Unternehmen in der Personalentwicklung und teilweise der Weiterbildung signalisiert, dass diese Herausforderungen erkannt worden sind.

Werden die anderen zwei Drittel der Unternehmen zügig nachrüsten? Was benötigen Unternehmen dafür?

Jedes Unternehmen sollte für sich zunächst einmal prüfen, ob die Digitalisierung Chancen eröffnet, wo diese liegen und welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, um Chancen in erfolgreiches Handeln zu verwandeln. Unternehmen müssen ein Bewusstsein dafür entwickeln, ob und in welchem Umfang ihr Geschäftsmodell von Digitalisierung betroffen ist.

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