"Tsipras’ Regierung hat sich verzockt" Image
Lambros-Kazan Quelle: Fotolia

Wird es bei EU-Gipfel Fortschritte im Schuldenstreit geben?

Ich sehe nichts Neues. Offensichtlich will die griechische Regierung ihren Kurs der Nicht-Kooperation weiterführen. Was zwischenzeitlich an Entgegenkommen signalisiert wurde, ist bisher immer wieder kassiert worden. Es ist fraglich, ob es hilfreich ist, mit dem Ministerpräsidenten persönlich zu sprechen.

Athen soll vor der Pleite stehen. Hat sich die Regierung Tsipras verkalkuliert?

Die griechische Regierung fährt mit einem gewissen Maß an Unbedachtheit und wohl auch dem Gefühl, eine breite Mehrheit im eigenen Land zu haben, einen extremen Konfrontationskurs. Ich glaube, dass Tsipras und seine Regierung sich dabei verzockt haben. Denn sie haben in Europa, anders als erwartet, keine Verbündeten und kein Verständnis gefunden. Sie scheinen auch nicht mehr heraus zu können aus ihrer komischen Argumentation.

Ist der griechische Verbleib in der Eurozone noch realistisch?

Wenn die Regierung weiter so agiert, wird das immer unwahrscheinlicher. Kapitalverkehrskontrollen sind zunehmend unvermeidbar. Niemand wird dem Land künftig mehr Geld geben.

Zum Interview auf schwaebische.de

Ansprechpartner

IW-Pressemitteilung, 23. Januar 2017

Globale Unsicherheiten EU muss Stärke beweisenArrow

Die Europäische Union steht 2017 vor großen Herausforderungen und Unsicherheiten: Donald Trump, der Brexit und wirtschaftliche Probleme in der Eurozone drohen, den Freihandel einzuschnüren und die Wirtschaft langfristig auszubremsen. Doch die EU kann reagieren: Sie muss die eigenen Hausaufgaben machen. mehr

Presseveranstaltung, 23. Januar 2017

Pressegespräch Mit Trump, trotz Brexit: Wie die EU zu retten istArrow

Das IW hat analysiert, was die EU tun kann, um die Herausforderungen zu meistern und die Wirtschaft langfristig zu stärken. Unter anderem kommt dabei der EZB eine zentrale Rolle zu. Die Ergebnisse und die Entwicklungen erläutert IW-Direktor Michael Hüther in einem Pressegespräch. mehr

23. Januar 2017

IW-Unternehmensbefragung Brexit – na und?Arrow

Deutsche Firmen sehen dem Brexit überraschend entspannt entgegen. Nur wenige – vor allem aus der Industrie – erwarten negative Folgen für ihre Geschäfte. Andere können dem Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union sogar Positives abgewinnen, zeigt eine Unternehmensbefragung des IW Köln. mehr auf iwd.de