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Michael Hüther Quelle: Petra Dufkova / BILD-Zeitung

Aktuell brummt die US-Konjunktur: Die Wirtschaft wächst, die Arbeitslosigkeit hat sich seit der Finanzkrise 2009 fast halbiert auf 5,5 Prozent. Aber: Die Einkommensunterschiede zwischen Arm und Reich haben sich verschärft. Selbst die US-Notenbank Fed klagt darüber. Hier muss Clinton ansetzen.

  • Als US-Präsidentin dürfte sie deshalb mit einem pragmatischen Kurs versuchen, die Mittelschicht zu entlasten – möglicherweise über Steuersenkungen.
  • Und: Sollte Barack Obama das amerikanisch-europäische Abkommen für freien Handel und Investitionen (TTIP) nicht mehr abschließen können, wird Clinton es tun.

Das heißt für uns: mehr wirtschaftliche Dynamik, mehr neue und sicherere Jobs. Und höhere Einkommen – gerade in Branchen, die vom Freihandel profitieren wie Autohersteller, Maschinenbauer. Auch wenn dies heute nicht exakt berechnet werden kann: Die Erfahrungen aus Freihandel (zum Beispiel EU) lassen berechtigterweise darauf hoffen.

Zugleich schafft eine solche Politik auch Vorteile für die USA: Es gibt mehr Mittel für Investitionen in Schulen und Unis – das kann Verteilungskonflikte zwischen Arm und Reich entschärfen.

Clinton weiß, dass erfolgreiche Politik Kompromisse benötigt – und dass Erfolg von Politik auch an Jobanzahl und Löhnen bemessen wird. Bei ihr wie bei uns.

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IW-Nachricht, 22. September 2016

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