Für den Ausgleich des Haushalts zahlen wir alle Image
Quelle: Petra Dufkova / BILD-Zeitung

Doch: Wir alle leisten unseren Beitrag dazu – indem wir mit niedrigen Zinsen zurechtkommen müssen, was gerade unsere Altersvorsorge belastet; indem wir duldsam eine unfair hohe Einkommensteuer ertragen, vor allem durch die kalte Progression bei mittleren Einkommen; indem wir zwangsweise auf niedrigere Rentenbeiträge verzichten, weil die Große Koalition Geschenke verteilt.

Lob und Respekt gehören also uns, den Bürgerinnen und Bürgern dieses Landes. Da können wir auch erwarten, dass mit den Steuereinnahmen und Sozialbeiträgen sorgsam umgegangen wird. Da sind Zweifel angebracht. Die gute Haushaltsentwicklung und die Planung für 2015 unterstellen, dass die Konjunktur kräftig bleibt und Mario Draghi seinen Beitrag leistet. Kluge Politik sorgt vor.

Gerade in der Konjunktur gibt es keine Garantie. Dabei nutzt die Regierung die Chancen nicht, um das Vertrauen der Investoren zu stärken.

Jedenfalls fehlt ein schlüssiger Plan für mehr Investitionen, das Thema tauchte schon im Koalitionsvertrag nur am Rande auf. Dafür wurden kleine Sprengsätze in den Haushalt eingebaut. So führen die Mehrausgaben für die Rente nicht nur zu einem höheren Beitragssatz, sondern ebenso zu einem höheren Bundeszuschuss.

Die Politiker fordern gern die Wiederkehr des ehrbaren Kaufmanns, eine gute Idee. Aber der ehrbare Haushälter ist auch eine überzeugende Figur. Der aber arbeitet nicht mit globalen Minderausgaben, Ausgabenverschiebungen und eigenhändig erhöhten Steuerschätzungen! Vor allem hat er Mut zu unbequemen Entscheidungen. Das würde Respekt gebieten.

Zum Gastbeitrag auf bild.de

Ansprechpartner

Gastbeitrag, 8. Februar 2017

Tobias Hentze auf makronom.de Wenn nicht jetzt, wann dann?Arrow

Es erscheint als ein Luxusproblem für die Politik: Wohin mit den Überschüssen in den öffentlichen Haushalten? Schulden tilgen, Investitionen erhöhen? Bei genauem Hinsehen ist eine Option den anderen überlegen: Die Zeit ist reif für eine Steuerentlastung, die diesen Namen verdient. Ein Gastbeitrag von IW-Ökonom Tobias Hentze im Online-Magazin für Wirtschaftspolitik makronom.de. mehr

6. Februar 2017

Europäische Währungsunion 25 Jahre Vertrag von MaastrichtArrow

Seit Jahren schlittert die Europäische Union von einer Krise in die andere – vorläufiger Höhepunkt war das Brexit-Votum im vergangenen Jahr. Doch trotz aller Widrigkeiten: Die Mehrheit der Europäer hält den Euro für eine gute Sache. mehr auf iwd.de

Ein bisschen mehr Netto vom Brutto
IW-Kurzbericht, 9. Januar 2017

Martin Beznoska / Tobias Hentze Ein bisschen mehr Netto vom BruttoArrow

Mit jedem Jahreswechsel ändern sich die Eckwerte zur Berechnung der Steuer- und Abgabenlast: In diesem Jahr werden zum Ausgleich der kalten Progression der Steuertarif leicht abgeflacht und die Freibeträge erhöht. Allerdings steigt der Beitragssatz zur Pflegeversicherung. Zudem erhöhen sich die Bemessungsgrenzen zur Renten- und Krankenversicherung, so dass für Single, Alleinerziehende und Familien nur ein kleines Plus übrigbleibt. mehr