Rettet die Banken! Image
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Nach Griechenland, Irland und Portugal steht nun Spanien unter großem Druck. Die Tür zum Finanzmarkt sei zu, kann man in diesen Tagen lesen. Das Land liebäugelt jetzt mit dem Rettungsschirm.

Fakt ist: Spaniens Krise ist im Kern eine Bankenkrise. Die Kapitalmärkte zeigen es: Es würde Spanien komplett überfordern, wenn die großen Banken des Landes zusammenbrechen. Statt also dem Land zu helfen, sollte die EU systemrelevante Banken in Spanien stützen. Das würde die Märkte nachhaltig beruhigen. Dafür wäre es sinnvoll, die Mittel aus dem ESM zu nutzen. Dies wäre zielgerichteter als Staaten zu retten, die dann das Geld an ihre Banken weiterreichen. Analog zum TAR-Programm der USA 2008, würde der ESM bei den Banken, die Hilfe in Anspruch nehmen, automatisch zum Miteigentümer. Somit kann der ESM die Sanierung einer gefährdeten Bank direkt kontrollieren. Außerdem wäre die EZB die Verantwortung für die Stabilität der Finanzmärkte los und könnte sich wieder auf ihre eigentliche Aufgaben kontrollieren.

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The Case for Reviving Securitization
IW-Kurzbericht, 26. September 2016

Markus Demary The Case for Reviving SecuritizationArrow

European financial markets are still fragmented. A lack of cross-border lending and cross-border asset holdings hinders the financing of the economy, the conduct of monetary policy as well as cross-border risk-sharing against asymmetric shocks. Reviving the market for securitizations is vital for achieving these goals. A true European Capital Markets Union is needed, but there are still a lot of obstacles to overcome. mehr

Why the ECB is not to blame for low interest rates
Gastbeitrag, 15. September 2016

Markus Demary auf EUROPP Why the ECB is not to blame for low interest ratesArrow

In the latest set of EU stress tests, several German lenders performed poorly. As Markus Demary writes in EUROPP (Blog of LSE about European Politics and Policy), some of this performance has been blamed on low interest rates squeezing the profitability of lenders. He argues that while the ECB has frequently been blamed for this situation, the reality is more complex and instead reflects long-term trends which can only be addressed by lasting structural reforms. mehr