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Thomas Piketty Quelle: Sue Gardner – Wikimedia

Thomas Piketty bewirbt eine andere Wirtschaftswissenschaft – eine, die sich der historischen Zeit wieder umfassend öffnet. Er trifft damit jene Kritik, die jüngst ein Studierenden-Bündnis aus 19 Ländern für eine „Plurale Ökonomik“ formuliert hat. Die Forschung, früh im Studium Wirtschafts- und Theoriegeschichte zu thematisieren, ist völlig berechtigt.

Aber: Piketty entfaltet für die letzten 200 Jahre verteilungspolitische Befunde mit begrenztem Informationsgehalt. Die von ihm bemühte Lohnquote ist kein geeigneter Indikator. Diese hatte hierzulande ihren Höchstwert in der Weltwirtschaftskrise der 1930er Jahre, also bei Massenarbeitslosigkeit. Sie liefert keine Aussage über die eigentlich relevante personelle Einkommensverteilung und über die Einkommensentwicklung der Arbeitnehmerhaushalte, da sie Einkünfte aus Ersparnis und Vermietung ausblendet. So ist sein Rat einer progressiven Steuer auf Kapital ein Irrlicht, zumal er die Wirkungen auf Unternehmertum und Risikobereitschaft ignoriert.

Zu einem Artikel über Thomas Piketty auf faz.net

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Gastbeitrag, 27. Dezember 2016

Knut Bergmann und Judith Niehues in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung Wahrnehmung und WirklichkeitArrow

Tendenziell neigen insbesondere gutverdienende Menschen dazu, ihre Einkommensposition zu unterschätzen, wobei die Deutschen im internationalen Vergleich besonders pessimistisch sind. Ein Gastbeitrag von IW-Kommunikationsleiter Knut Bergmann und IW-Verteilungsforscherin Judith Niehues in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. mehr

Armuts- und Reichtumsbericht
IW-Nachricht, 14. Dezember 2016

Armuts- und Reichtumsbericht Viele positive EntwicklungenArrow

Mittlerweile kursiert der Entwurf des Fünften Armuts- und Reichtumsberichts der Bundesregierung im Internet. Der Bericht deutet auf viele positive Entwicklungen hin, dennoch werden in vielen Medien vor allem negative Befunde betont. Das ebenfalls dokumentierte Auseinanderdriften von gefühlter und messbarer Realität dürfte sich dadurch weiter verstärken. mehr

Regionale Armut
IW-Pressemitteilung, 5. Dezember 2016

Regionale Armut Auf die Preise kommt es anArrow

Der Westen Deutschlands ist reich, der Osten arm – so pauschal läuft häufig die Armutsdebatte. Tatsächlich aber stehen vor allem westdeutsche Städte schlecht da, zeigt das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) in einer Studie. Die Politik könnte gegensteuern. mehr