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Michael Hüther Quelle: IW Köln

Das deutsche Geschäftsmodell ist gekennzeichnet durch Industriebasierung, Tertiarisierung der Wertschöpfung und Exportorientierung. Das hat Voraussetzungen in der Verfügbarkeit und Qualität des Humankapitals, in einer verlässlich hochwertigen Infrastruktur, was vor allem die Themen Energie und Breitbandnetz angeht, sowie in einem stabilen Finanzsystem, das trotz Strukturwandel und Reregulierung seine Finanzierungsfunktion bewahrt.

Politisch heißt dies erstens, aus der Demografiestrategie eine überzeugende Demografiepolitik zu machen, um die Fachkräfteversorgung zu gewährleisten. Zweitens muss die Energiewende versorgungssicher und zu wettbewerbsfähigen Preisen gelingen; die Kostendynamik des EEG ist zu stoppen; schnelles Internet muss in den Regionen selbstverständlich werden, um einen Standortnachteil zu vermeiden. Drittens darf bei der Regulierung des Finanzsystems dessen volkswirtschaftliche Funktion nicht aus dem Blick geraten, wie es mit den Liquiditätsvorschriften nach Basel III für den langfristigen Unternehmenskredit droht.

Dies alles muss eingebettet sein in eine Finanzpolitik, die auf Konsolidierung setzt, ohne Steuern und Abgaben zu erhöhen, in eine Arbeitsmarktpolitik, die den Arbeitsmarkt offen sowie flexibel hält, und in eine Lohnpolitik, die einen beschäftigungsorientierten und betrieblich differenzierenden Kurs hält.

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AfD
IW-Pressemitteilung, 2. Mai 2016

AfD Auch eine Partei der BesserverdienerArrow

Arm und wenig gebildet – so sieht für viele ein typischer AfD-Unterstützer aus. Doch das stimmt nicht, zeigt eine Berechnung des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW): Die Klientel der „Alternative für Deutschland“ zählt durchaus zu den Besserverdienenden, die sich dennoch Sorgen um Zuwanderung machen. mehr

Parteipräferenz und Einkommen
IW-Kurzbericht, 2. Mai 2016

Knut Bergmann / Matthias Diermeier / Judith Niehues Parteipräferenz und Einkommen – Ist die AfD eine Partei der Besserverdiener?Arrow

Mit zunehmender Flüchtlingsmigration nach Deutschland haben SPD-Chef Sigmar Gabriel und andere Politiker mögliche Verteilungskonflikte thematisiert. Besonders die sozial Schwachen würden vernachlässigt und in die Arme rechter Parteien getrieben. Zwischen Sorgen über die Zuwanderung auf der einen und Einkommen auf der anderen Seite besteht allerdings nur ein schwacher Zusammenhang. Eine Präferenz für die AfD äußerten im Europawahljahr 2014 beispielsweise durchaus auch Bürger mit vergleichsweise hohem Einkommen. mehr

Zurück zur Reformpolitik
Gastbeitrag, 11. Januar 2016

Michael Hüther in den VDMA-Nachrichten Zurück zur ReformpolitikArrow

IW-Direktor Michael Hüther entwirft in einem Gastbeitrag für das Mitgliedermagazin des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) ein Zehn-Punkte-Programm für die zweite Hälfte der Legislaturperiode. mehr