Metallverarbeiter reiben sich die Hände Image
Quelle: Sport Moments - Fotolia

Mit 309,4 Punkten erreichte der Preisindex damit ein Vierjahrestief. Für Industrieunternehmen sind damit die Metalle in Euro abgerechnet so günstig wie seit 2009 nicht mehr. Zum Höhepunkt der Preise im Februar 2011 lag der Industriemetallpreis-Index (IMP-Index) mit 447,6 Zählern um fast 45 Prozent über dem aktuellen Niveau.

Treiber der jüngsten Abwärtsentwicklung waren die beiden Index-Schwergewichte Eisenerz und Kupfer, die im März um 9 Prozent bzw. 8 Prozent günstiger zu haben waren als im Vormonat. Blei, Zink und Silber sind zwischen 2 Prozent und 4 Prozent billiger geworden, während die Preise für Aluminium und Zinn nur leicht nachgaben. Einige Metalle haben aber gegen den Abwärtstrend zugelegt: Gold ist um fast 2 Prozent teurer geworden, und der Preis für Nickel befestigte sich sogar um 9 Prozent.

Im Vergleich zum Vorjahr ist eine Entlastung auf breiter Front zu verzeichnen. Besonders deutlich war der Preisverfall bei den Edelmetallen: Gold kostet ein Fünftel weniger als im Vorjahr, bei Silber beträgt der Rückgang sogar ein Drittel. Eisenerz kostet heute ein Viertel weniger als vor zwölf Monaten. Die Preise für Aluminium, Kupfer, Blei und Nickel gingen um 10 bis 20 Prozent zurück. Bei den anderen Metallen gab es nur kleinere Abwärtsbewegungen.

Industriemetallpreis-Index

Januar 1999=100, enthält die Rohstoffe gemäß ihres Anteils an den deutschen Importen

Da die Metalle auf internationalen Märkten in US-Dollar gehandelt werden, während die Industrieunternehmen in Deutschland in Euro abrechnen, sind die Wechselkursschwankungen von besonderer Bedeutung. Im März hat der Euro gegenüber dem Dollar um gut 1,5 Cent aufgewertet. Damit haben sich Einfuhren tendenziell verbilligt. Ohne diese Entwicklung würde der IMP-Index aktuell bei 313,1 Punkten liegen. Damit gehen drei Viertel der Entlastung des vergangenen Monats auf die Entwicklung auf den internationalen Metallmärkten zurück, ein Viertel auf die Veränderung des Wechselkurses.

Ansprechpartner

Industriemetallpreis-Index
Gastbeitrag, 12. Januar 2017

Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung Rally der Metallpreise macht Verarbeitern zu schaffenArrow

Die Aufwärtsbewegung an den internationalen Metallmärkten hat sich auch zum Ende des vergangenen Jahres hin fortgesetzt. Der Industriemetallpreis-Index (IMP-Index) stieg im Dezember um 3,6 Prozent, nachdem er im November bereits um 11,5 Prozent in die Höhe gegangen war, schreibt IW-Ressourcenökonom Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung. mehr

Industriemetallpreis-Index
Gastbeitrag, 14. Dezember 2016

Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung Industriemetallpreis-Index springt um ein ZehntelArrow

Die Notierungen an den internationalen Metallmärkten sind im November stark gestiegen. Außer Gold und Silber sind alle bedeutenden Metalle deutlich teurer geworden, schreibt IW-Ressourcenökonom Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung. mehr

12. Dezember 2016

M+E-Strukturbericht Das Wissen entscheidetArrow

Humankapital, Forschung und Entwicklung, wissensintensive Tätigkeiten – mit diesen Zutaten erwirtschaften hochentwickelte Länder wie Deutschland ihren Wohlstand. Für die Metall- und Elektro-Industrie sind sie neben handfesten Rohstoffen wie Öl, Metall und Seltenen Erden von besonderer Bedeutung. mehr auf iwd.de