Rohstoffpreise steigen zum Jahresbeginn an Image

Nachdem der Industriemetallpreisindex (IMP-Index) des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln im letzten Quartal unter der 400-Punkte-Marke lag, stieg er im Januar von 381,8 auf 406,5 Punkte an. Der Anstieg um 6,5 Prozent ging ganz wesentlich auf tatsächliche Veränderungen der Marktpreise zurück. Wechselkursentwicklungen spielten im Januar nur eine untergeordnete Rolle.

Besonders deutlich war der dollarbasierte Preisanstieg bei Zinn und Nickel. Zinn kostete im Januar 10 Prozent mehr als im Vormonat, Nickel fast 9 Prozent. Die Preise der Indexschwergewichte haben sich hingegen moderater entwickelt. Kupfer und Aluminium legten gut 6 Prozent zu, Eisenerz verteuerte sich um 3 Prozent. Das Krisenmetall Gold hingegen blieb mit einem Anstieg von unter 1 Prozent praktisch unverändert.

Der Preisanstieg zum Jahresbeginn war also eher getragen von der Aussicht auf wachstumsbedingte Mehrnachfrage, und nicht von krisenbedingtem Sicherheitsstreben. Am aktuellen Rand relativiert sich dieses Bild jedoch ein wenig. Zuletzt ist der Goldpreis wieder etwas stärker gestiegen. Aber auch für die anderen Metalle gingen die Preise bis zum Monatsbeginn noch einmal ordentlich nach oben, teilweise im zweistelligen Prozentbereich. Die Aussichten für den IMP-Index zeigen damit weiterhin deutlich über die 400 Punkte-Marke.

Auch wenn der Preistrend aktuell wieder aufwärts zeigt, ist die Situation doch etwas entspannter als noch vor einem Jahr. Eisenerz, Blei, Nickel und Zinn kosten in Dollar gerechnet heute gut 20 Prozent weniger als Anfang 2011. Zink, Aluminium und Kupfer haben sich um rund 15 Prozent verbilligt. Silber ist mit 8 und Gold mit 22 Prozent aber deutlich teurer. Zwar hat der Dollar-Wechselkurs einen Teil dieses Vorteils aufgezehrt. Für die metallverarbeitende Industrie fällt der Start ins neue Jahr trotzdem leichter als im Vorjahr. Verbesserte internationale Konjunkturaussichten können den Metalleinkauf aber schnell wieder deutlich verteuern.

Ansprechpartner

Industriemetallpreis-Index
Gastbeitrag, 12. Januar 2017

Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung Rally der Metallpreise macht Verarbeitern zu schaffenArrow

Die Aufwärtsbewegung an den internationalen Metallmärkten hat sich auch zum Ende des vergangenen Jahres hin fortgesetzt. Der Industriemetallpreis-Index (IMP-Index) stieg im Dezember um 3,6 Prozent, nachdem er im November bereits um 11,5 Prozent in die Höhe gegangen war, schreibt IW-Ressourcenökonom Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung. mehr

Industriemetallpreis-Index
Gastbeitrag, 14. Dezember 2016

Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung Industriemetallpreis-Index springt um ein ZehntelArrow

Die Notierungen an den internationalen Metallmärkten sind im November stark gestiegen. Außer Gold und Silber sind alle bedeutenden Metalle deutlich teurer geworden, schreibt IW-Ressourcenökonom Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung. mehr

12. Dezember 2016

M+E-Strukturbericht Das Wissen entscheidetArrow

Humankapital, Forschung und Entwicklung, wissensintensive Tätigkeiten – mit diesen Zutaten erwirtschaften hochentwickelte Länder wie Deutschland ihren Wohlstand. Für die Metall- und Elektro-Industrie sind sie neben handfesten Rohstoffen wie Öl, Metall und Seltenen Erden von besonderer Bedeutung. mehr auf iwd.de