Metallpreise fallen auf Vorkrisenniveau Image

Mit dem Index wird die Entwicklung der wichtigsten Metallpreise in Euro gemessen, wodurch die Einkaufskosten der Industrie abgebildet werden sollen. Damit liegt das Barometer wieder auf dem Niveau aus der Zeit vor Beginn der Finanzkrise. In der Folge der Lehman-Pleite war der IMP-Index Ende 2008 bis auf 180 Punkte gefallen und hatte sich danach zeitweise mehr als verdoppelt.

Nun aber sind die im IMP-Index abgebildeten Preise seit Jahresbeginn um insgesamt fast 12 Prozent gefallen. Treiber dieser Entwicklung waren vor allem Eisenerz und Silber, deren Werte allein im Mai um jeweils rund 9 Prozent zurückgingen. Seit Jahresbeginn hat Eisenerz fast 18 Prozent eingebüßt, der Kurs für Silber ist sogar nahezu um ein Viertel gefallen. Auch die vermeintlich sichere Anlage Gold hat verglichen mit Januar ein Minus von über 13 Prozent zu verzeichnen. Zuletzt steuerten Gold sowie Nickel und Zinn mit einem Rückgang von jeweils rund 4 Prozent zu der Entlastung bei. Die beiden wichtigsten Indexschwergewichte blieben hingegen vergleichsweise stabil: Aluminium verbilligte sich um nur 1,6 Prozent, Kupfer wurde sogar leicht teurer, ebenso wie Blei. Während Aluminium sich aber auch in den Vorjahren nur sehr viel moderater verteuert hatte, lagen bei Kupfer die Schwankungen klar über dem Durchschnitt.

Neben den reinen Marktpreisen spielt der Wechselkurs für den Index immer eine wichtige Rolle, da die Rohstoffe in Dollar gehandelt werden. Zuletzt hatte die Entwicklung des Euro-Kurses aber keinen nennenswerten Einfluss, da sich der Euro stabilisiert hat. Wenn die Entlastung an den Metallmärkten anhält und nicht durch eine erneute Verschärfung der Euro-Krise und eine Euro-Abwertung konterkariert wird, verliert mit dem Preis eines der wichtigsten Rohstoffrisiken an Brisanz. Dennoch sollten sich Industrieunternehmen nicht auf ein niedriges Kostenniveau verlassen. Schließlich liegen die Preise noch auf historisch hohem Level - dreieinhalbmal so hoch wie Ende der neunziger Jahre.

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