Industriemetallpreis-Index

Januar 1999=100, enthält die Rohstoffe gemäß ihres Anteils an den deutschen Importen

Den zweiten Monat in Folge ist der Industriemetallpreis-Index (IMP-Index) des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln) um rund 5 Prozent eingebrochen. Im Juli sank das Barometer für die internationalen Metallpreise auf Euro-Basis um 5,2 Prozent, nachdem er im Juni schon um 4,9 Prozent gesunken war. Nach diesem doppelten Absacken um zusammen 10 Prozent in zwei Monaten kommt der IMP-Index auf 297,3 Punkte; das sind 16,4 Zähler weniger als im Vormonat. Damit wurde erstmals seit September 2009 die 300-Punkte-Marke unterschritten. Damals waren die Notierungen gerade dabei, sich vom Absturz infolge der Wirtschaftskrise zu erholen.

Seit dem Höhepunkt der Preishausse im Februar des Jahres 2011 (447,6 Punkte) hat der IMP-Index ein Drittel seines Wertes verloren. Mit den Rückgängen der vergangenen Jahre bewegt sich das Preisbarometer innerhalb des Abwärtskorridors, der nun seit über vier Jahren stabil ist. Die vorübergehende Stabilisierung der Preise im Sommer 2014 und Frühjahr 2015 ist mit dem erneuten deutlichen Kursverfall hingegen beendet.

Ohne die erneute Abwertung des Euro gegenüber dem Dollar wäre die Abwärtsentwicklung der Euro-Metallpreise noch deutlicher gewesen. Bei einem stabilen Wechselkurs wäre der IMP-Index im Juli um 7,1 Prozent auf 291,6 Punkte gefallen. Einen weit größeren Einfluss auf das Preisniveau für Metalleinkäufer in der Eurozone, die von der jüngsten Entwicklung profitieren, hatten zuletzt aber die Entwicklungen auf den internationalen Metallmärkten selbst. Besonders stark war die Entwicklung der Notierungen für Eisenerz, das auf Dollar-Basis innerhalb eines Monats um 17,5 Prozent gefallen ist. Innerhalb eines Jahres haben sich die Marktpreise für Eisenerz nahezu halbiert.

Ebenfalls zweistellige Rückgänge wurden bei Nickel (-11 Prozent) verzeichnet. Kupfer und Silber notierten jeweils gut 6 Prozent schwächer, während Aluminium, Blei, Zink und Gold zwischen knapp 3 Prozent und 4,5 Prozent ihres Wertes verloren. Einzig Zinn hielt sich im Juli stabil, wird aber derzeit auch um ein Drittel niedriger gehandelt als noch vor einem Jahr.

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Am Sonntag finden in Russland die Parlamentswahlen statt. Wie auch immer sich die russische Duma danach zusammensetzt, sind die Herausforderungen für die Volksvertreter enorm: Vor allem müssen sie der russischen Wirtschaft wieder auf die Beine helfen – keine leichte Aufgabe, denn die Probleme sind gravierend und tiefgreifende Strukturreformen sind notwendig. mehr