Industriemetallpreis-Index Image
Trotz jüngsten Anstiegen sind die Metallpreise nach wie vor vergleichsweise niedrig. Foto: Zhangyang/Fotolia

An den internationalen Handelsplätzen haben die Metalle einen deutlichen Preissprung gemacht. Der Industriemetallpreis-Index (IMP-Index) des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln) ist im vergangenen Monat um 6,5 Prozent auf 287,8 Punkte gestiegen. Im Februar lag der Indexwert noch 17,5 Punkte niedriger. Der Index beschreibt die Preisentwicklung der für Deutschland wichtigsten Metalle auf Euro-Basis. Einen ebenso starken Anstieg gab es zuletzt im Januar 2012; also in Zeiten der Rohstoff-Hausse. Nach dem Anstieg von 3,8 Prozent von Januar auf Februar ist der IMP-Index innerhalb von zwei Monaten um mehr als 10 Prozent in die Höhe geschossen.

Trotz der Steigerungen ist das absolute Niveau der Metallpreise jedoch nach wie vor vergleichsweise niedrig. Vor August 2015 lagen die Preise höher, so dass lediglich die Verluste seit dem vergangenen Spätsommer nun wieder ausgeglichen sind. Nicht gebrochen ist der Abwärtstrend, der seit dem Höhepunkt im Februar 2011 - damals erreichte der IMP-Index 447,6 Zähler - intakt ist. Zu Jahresbeginn lag der Indexwert noch am unteren Ende des Trendkorridors; inzwischen ist das Preisbarometer in die Mitte des Korridors angestiegen. Eine tatsächliche Trendwende kann daher nicht konstatiert werden.

Der jüngste Anstieg des Index ist vor allem auf zwei Rohstoffe zurückzuführen, denn allein die Zuwächse von Eisenerz und Kupfer sind jeweils für rund ein Drittel der Indexveränderung verantwortlich. Alle anderen Metalle haben gemeinsam das letzte Drittel der Steigerung verursacht. Die Entwicklung des Euro-Dollar-Wechselkurses spielte im vergangenen Monat keine Rolle.

Der Preis für Eisenerz ist innerhalb eines Monats um gut 19 Prozent gestiegen. Seit Jahresbeginn hat die Notierung des Rohstoffs um ein Drittel zugelegt. Damit wird jedoch nur der ebenso hohe Wertverfall in den vorhergehenden Monaten ausgeglichen. Das aktuelle Preisniveau für Eisenerz entspricht dem von August 2015. Der Kupferpreis ist im März um 7,7 Prozent gestiegen, seit Jahresbeginn um fast 11 Prozent. Ebenfalls deutliche Wertzuwächse gab es im Vormonat bei Zinn (8,2 Prozent), Zink (5,4 Prozent) und Nickel (5,0 Prozent). Gold kletterte um 3,8 Prozent, Blei und Silber dagegen nur um jeweils 2 Prozent.

Einzig Aluminium, neben Kupfer und Eisenerz das dritte Schwergewicht im IMP-Index, hat zuletzt nahezu unverändert notiert.

Industriemetallpreis-Index

Januar 1999=100, enthält die Rohstoffe gemäß ihres Anteils an den deutschen Importen

Ansprechpartner

29. November 2016

Energiewende Strom sucht SpeicherArrow

Um Wind- und Sonnenenergie optimal zu nutzen und eine sichere Stromversorgung zu garantieren, werden künftig mehr Pumpspeicher, Batterieblöcke, Wasserstoffanlagen und andere Speicher benötigt. Doch das allein wird nicht reichen. mehr auf iwd.de

28. November 2016

EDV und Optoelektronik Eine Branche steht unter StromArrow

Die Hersteller von EDV-Geräten, mikroelektronischen Komponenten, Optoelektronik, Sensorik und Medizintechnik haben 2015 insgesamt 71 Milliarden Euro umgesetzt – gut 9 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Damit hat sich die Hochtechnologiebranche in einem schwierigen globalen Umfeld hervorragend behauptet. mehr auf iwd.de

Siedlungsabfall
IW-Nachricht, 23. November 2016

Siedlungsabfall Deutschland produziert zu viel MüllArrow

Vom 19. bis zum 27. November findet die diesjährige Europäische Woche der Abfallvermeidung – kurz EWAV – statt. Das Thema ist brandaktuell, denn jeder einzelne Europäer produziert durchschnittlich 474 Kilogramm Müll pro Jahr. In Deutschland ist es sogar noch mehr – allerdings wird hierzulande auch mehr recycelt. mehr