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Der Industriemetallpreis-Index ist im vergangenen Monat gefallen. Foto: Zhangyang/Fotolia

Mit dem jüngsten Rückgang wird der deutliche Anstieg des Preisbarometers - das die monatliche Entwicklung der wichtigsten international notierten Metalle abbildet - vom Juli aber nur teilweise ausgeglichen. Knapp ein Drittel des damaligen Preisanstiegs von fast 8 Prozent ist in den letzten beiden Monaten wieder zunichtegemacht worden.

Insgesamt ist dieses Jahr ein deutlicher Kostensprung zu verzeichnen. Die im IMP-Index abgebildeten Metalle sind derzeit 13,5 Prozent teurer als zu Jahresbeginn. Verglichen mit dem Vorjahresmonat ist das Preisniveau aber kaum gestiegen: Gerade einmal 3,9 Prozent beträgt die Verteuerung im Jahresvergleich.

Der Blick auf die einzelnen Metalle zeigt große Unterschiede in der kurz- und mittelfristigen Kursentwicklung. Dabei spielt es im Monatsvergleich keine Rolle, ob in Euro oder Dollar abgerechnet wird, da sich der Wechselkurs im September kaum verändert hat. Auch im Jahresvergleich blieb der Euro-Dollar-Kurs nahezu unverändert. Die Veränderungen an den globalen Metallmärkten, wo die Preise in Dollar notiert werden, schlagen somit voll und ungefiltert auf Europas Märkte durch.

Im September sind Eisenerz und Aluminium mit 4,9 Prozent bzw. 3,2 Prozent am stärksten gefallen. Das Indexschwergewicht Kupfer sowie die Edelmetalle Gold und Silber sind dagegen nur rund 1 Prozent billiger geworden. Auch Nickel hat sich verbilligt (-1,8 Prozent). Auf der anderen Seite ist Zink leicht um 0,5 Prozent gestiegen, während Blei und Zinn fast 6 Prozent zugelegt haben. Im Jahresvergleich reicht die Spannbreite von einer 10-prozentigen Verbilligung von Kupfer bis zur Verteuerung von Silber und Zinn um mehr als 30 Prozent. Der IMP-Index befindet sich nahe am oberen Ende des längerfristigen Abwärtskorridors. Der Mittelwert dieses Korridors geht monatlich um 2,1 Punkte zurück. Damit sind im September fast zwei Monatsschritte auf einmal gemacht worden, dennoch liegt der Index immer noch gut 20 Punkte über dem Mittelwert des Abwärtstrends. Dass dieser Trend wieder aufgenommen wird, erscheint derzeit unwahrscheinlicher als ein Ausbruch nach oben.

Industriemetallpreis-Index

Januar 1999=100, enthält die Rohstoffe gemäß ihres Anteils an den deutschen Importen

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Humankapital, Forschung und Entwicklung, wissensintensive Tätigkeiten – mit diesen Zutaten erwirtschaften hochentwickelte Länder wie Deutschland ihren Wohlstand. Für die Metall- und Elektro-Industrie sind sie neben handfesten Rohstoffen wie Öl, Metall und Seltenen Erden von besonderer Bedeutung. mehr auf iwd.de