18. Juni 2015

Einkommensarmut

Höhepunkt überschritten

Seit Mitte der 2000er Jahre ist die Schere zwischen Arm und Reich in Deutschland nicht mehr weiter auseinander gegangen.

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Quelle: Tiberius Gracchus Fotolia

Nach amtlicher Definition gilt in Deutschland als arm, wer weniger als 60 Prozent des Medianeinkommens zur Verfügung hat. Das Medianeinkommen ist der Wert, der die Bevölkerung in zwei gleich große Hälften teilt – die eine verdient mehr, die andere weniger. Tatsächlich hat die so definierte Einkommensarmut seit 1991 spürbar zugenommen – von einst 11 Prozent der Bevölkerung auf mittlerweile etwas mehr als 14 Prozent. Dazu gehören vor allem Alleinstehende und Alleinerziehende. Wahr ist aber auch, dass – von einem Zwischenhoch in den Krisenjahren 2008 und 2009 einmal abgesehen – die Armutsquote seit Mitte der 2000er Jahre ziemlich konstant geblieben ist beziehungsweise zwischenzeitlich – im Jahr 2006 – auch einmal gefallen ist. Von einer permanent wachsenden Armut, wie es immer wieder behauptet wird, kann in Deutschland also mittlerweile keine Rede mehr sein.

Höhepunkt überschritten

So viel Prozent der Bevölkerung erreichen maximal 60 Prozent des mittleren Einkommens

Mittleres Einkommen: Der Einkommenswert, der die Bevölkerung in eine Hälfte mit höheren und eine Hälfte mit kleineren Einkommen teilt; Quelle: Sozio-oekonomisches Panel

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