Entwicklung und Struktur des Gesamtvermögens

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Das Gesamtvermögen der privaten Haushalte belief sich Ende 2007 nach Abzug der Verbindlichkeiten auf 9,5 Billionen Euro. Auf jeden Bundesbürger entfallen damit rechnerisch über 113.000 Euro. Dabei ist das Vermögen noch deutlich schneller gestiegen als das Einkommen. Auch im vereinten Deutschland ist es je Kopf preisbereinigt um fast 43 Prozent gewachsen, während das Einkommen in dieser Zeit nur um 8 Prozent zulegte. Der größte Teil des Vermögens entfällt auf Immobilien und Geldvermögen. Das Gebrauchsvermögen – beispielsweise Autos und Möbel – macht dagegen nur 10 Prozent aus. mehr

Geldvermögen

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Das Bruttogeldvermögen der privaten Haushalte hat sich seit der deutschen Einheit in seiner Struktur stark verändert. Verlierer waren hier die Banken. Vor allem ihre und die von ihnen vertriebenen langfristigen Anlagen wie Festgeld, Sparbriefe oder Bundesschatzbriefe haben deutlich an Attraktivität verloren. Dagegen hat sich die Bedeutung von Investmentfonds fast verdreifacht. Deutlich vom geänderten Anlageverhalten profitieren konnten aber auch die Versicherungen, über die ein Großteil der privaten und teilweise auch der betrieblichen Altersvorsorge abgewickelt wird. mehr

Immobilienbesitz und Wohnungen

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Das Immobilienvermögen der deutschen Haushalte beträgt aktuell über 5 Billionen Euro. Es hat sich damit seit der deutschen Einheit verdoppelt. Sowohl der Anteil der Haus- und Grundbesitzer als auch die Wohneigentümerquote haben sich im langfristigen Trend erhöht. Die Wohnqualität hat sich langfristig deutlich verbessert. Weder auf eine Zentralheizung noch auf eine komplette Sanitärausstattung muss heute in den allermeisten Wohnungen verzichtet werden – nur 1 beziehungsweise 3 Prozent der Wohnungen haben in diesen Bereichen Lücken. Die neuen Länder haben dabei sowohl bei der Wohnfläche je Kopf als auch bei der Ausstattung schnell Anschluss an Weststandards gefunden. mehr

Generationenbetrachtung

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Die Vermögensposition der Generation 65-Plus hat sich in den vergangenen Jahrzehnten entscheidend verbessert. Während früher vor allem die 45- bis 54-Jährigen viel Geld auf der hohen Kante hatten, sind es heute auch die Senioren. Dies hängt vor allem damit zusammen, dass nun Generationen in das Senioren- und Erblasseralter hineinwachsen, deren Vermögensbildung nicht mehr durch den Zweiten Weltkrieg und seine Folgen beeinflusst wurde. Dies führt zu einem steigenden Erbschaftsvolumen, das nach Prognosen im Zeitraum 2015 bis 2020 fast doppelt so hoch sein wird wie in den ersten fünf Jahren dieses Jahrhunderts. Damit wird das Erbe auch einen wichtigen Teil zur Alterssicherung künftiger Generationen beitragen. mehr