18. Juni 2015

Sozialleistungen

Drei von zehn Euro für Soziales

Fast ein Drittel des deutschen Bruttoinlandsprodukts wird für Sozialleistungen ausgegeben.

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Miriam Dörr - Fotolia

Seit Mitte der 1990er Jahre machen die Sozialleistungen in Deutschland jedes Jahr rund 30 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus. Zu diesen Leistungen zählen vor allem die Aufwendungen der Sozialversicherungen, also Renten und Pensionen, die Gesundheitsversorgung, das Arbeitslosengeld, Wohn- und Kindergeld sowie die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall.

Im internationalen Vergleich der OECD bewegen sich Deutschlands Sozialausgaben damit auf jenem Niveau, das in den meisten anderen Industriestaaten auch üblich ist.

Drei von zehn Euro für Soziales

Sozialleistungen in Deutschland in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Bis 1990: Westdeutschland; Sozialleistungen: staatlich veranlasste Leistungen zur sozialen Sicherung, zum Beispiel Leistungen der Sozialversicherungen, Sozialhilfe oder Entgeltfortzahlung des Arbeitgebers im Krankheitsfall, ohne steuerliche Leistungen; 2012 vorläufig, 2013 geschätzt; Ursprungsdaten: Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Statistisches Bundesamt

Statistik

Im internationalen Vergleich der OECD werden einige Sozialleistungen nicht berücksichtigt, die im deutschen Sozialbudget vorkommen – zum Beispiel Maßnahmen zur Vermögensbildung. Deshalb liegt die OECD-Quote für Deutschland unter dem Niveau, das die deutsche Statistik ausweist; Bruttosozialleistungen: Dazu zählen unter anderem die gesetzlichen Renten und Pensionen, die Gesundheitsversorgung, das Arbeitslosengeld, die Sozialhilfe, Wohn- und Kindergeld oder die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall; Nettosozialleistungen: sie unterscheiden sich von den Bruttobeträgen zum einen dadurch, dass sie jene direkten und indirekten Abgaben berücksichtigen, die auf Sozialleistungen zu zahlen sind. In Dänemark zum Beispiel muss das Arbeitslosengeld versteuert werden. Zum anderen erfassen die Nettosozialleistungen auch die steuerliche Förderung, die der Staat jenen Bürgern gewährt, die sich freiwillig privat gegen soziale Risiken absichern. In Deutschland gehören dazu die Riester-Verträge.