7. Januar 2010

Die Erwerbssituation von Familien

In allen Industrieländern haben sich die Frauen in den vergangenen Dekaden einen Platz im Berufsleben erobert. Sie sorgen auf diese Weise mit dafür, dass das Armutsrisiko von Familien sinkt. Der Anstieg der Frauenerwerbstätigkeit ist, wie Untersuchungen in einzelnen Ländern zeigen, nicht ohne Folgen für die Geburten geblieben. Dort, wo besondere Maßnahmen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglichen, sind Kinder aber eher willkommen als in den übrigen Ländern.

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Quelle: Fotolia

Offensichtlich erleichtern Teilzeitarbeitsplätze, flexible Arbeitszeiten, freiwillige Arbeitgeberleistungen, Regelungen zum Mutterschutz und zur Elternzeit sowie Kinderbetreuungsmöglichkeiten die Entscheidung für den Nachwuchs. Dennoch zeigt sich für die meisten europäischen Staaten, dass Mütter deutlich weniger erwerbstätig sind als Frauen ohne Kinder. Bei Männern ist es umgekehrt: Väter mit minderjährigen Kindern weisen in allen EU-Ländern eine höhere Erwerbstätigenquote auf als ihre Altersgenossen ohne Kinder.

Auch in Deutschland ist die Frauenerwerbstätigkeit in den letzten Dekaden gestiegen. Alleinverdienerfamilien sind dadurch immer seltener geworden. Laut Mikrozensus betrug der Anteil der Haushalte mit einem allein verdienenden Ehemann und ledigen Kindern in Westdeutschland 1972 mehr als 57 Prozent, im vereinigten Deutschland im Jahr 2007 waren es jedoch nur noch 27 Prozent.

Die Erwerbstätigkeit der Mütter wird unter anderem vom Alter der Kinder und von der Kinderzahl beeinflusst. Je älter das Kind ist, desto geringer ist der Betreuungsaufwand und desto mehr Frauen kehren in den Beruf zurück.

Der Anstieg der Frauenerwerbstätigkeit geht in erster Linie auf eine Zunahme der Teilzeitbeschäftigung zurück. Im Jahr 2007 arbeiteten 46,2 Prozent aller erwerbstätigen Frauen nicht ganztags. Die Teilzeitquote der Frauen wird unter anderem beeinflusst von der Zahl der Kinder. Je mehr Kinder sie haben, desto höher ist der Anteil der Mütter, die Teilzeit arbeiten. Da Männer in der Regel Vollzeit erwerbstätig sind – ihr Anteil an den Teilzeitbeschäftigten macht gerade 8,9 Prozent aus –, hat sich die Arbeitsteilung in der Familie noch nicht entsprechend gewandelt.

Der Anstieg der Frauenerwerbstätigkeit geht in erster Linie auf eine Zunahme der Teilzeitbeschäftigung zurück. Im Jahr 2007 arbeiteten 46,2 Prozent aller erwerbstätigen Frauen nicht ganztags. Die Teilzeitquote der Frauen wird unter anderem beeinflusst von der Zahl der Kinder. Je mehr Kinder sie haben, desto höher ist der Anteil der Mütter, die Teilzeit arbeiten. Da Männer in der Regel Vollzeit erwerbstätig sind – ihr Anteil an den Teilzeitbeschäftigten macht gerade 8,9 Prozent aus –, hat sich die Arbeitsteilung in der Familie noch nicht entsprechend gewandelt.

Erste Schritte in diese Richtung zeichnen sich jedoch ab: Die Einführung der Papamonate beim Elterngeld hat dazu geführt, dass deutlich mehr Väter Elternzeit in Anspruch nehmen als vor Einführung dieser staatlichen Leistung. So zeigen die Daten der Elterngeldstatistik für die Anfang 2008 geborenen Kinder, dass 16 Prozent der Väter Elterngeld beantragt haben. Dabei wählen über 66 Prozent der Väter einen Elterngeldbezug von bis zu zwei Monaten. Mehr als 90 Prozent der Frauen beziehen hingegen 10 bis 12 Monate Elterngeld.

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