Armut im internationalen Vergleich

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Armut lässt sich nicht nur an einem Kriterium festmachen. In der EU werden deshalb verschiedene Armutsbegriffe verwendet. Doch egal, wie Armut gemessen wird – Deutschland gehört zu den Ländern, in denen die Menschen einigermaßen über die Runden kommen und in den meisten Fällen genügend finanzielle Ressourcen haben, um sich einen gewissen Lebensstandard zu leisten. Noch besser lebt es sich allerdings in Dänemark, Luxemburg, den Niederlanden und Schweden. In den mittel- und südeuropäischen Ländern zeigen sich dagegen die größten Armutsprobleme. mehr

Einkommensarmut – die Hauptbetroffenen

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Armut trifft hierzulande vor allem Alleinerziehende und Personen mit Migrationshintergrund, weil sie keinen Job haben oder zu wenig verdienen. Kinder haben per se kein erhöhtes Armutsrisiko zu tragen. Wenn die Eltern aber keine Arbeit haben, geht es dem Nachwuchs ebenfalls schlecht. Nicht die Kinder selbst sind somit ein Armutstreiber, sondern der fehlende Job. So gehören 45 Prozent der Kinder, deren Eltern gar nicht oder nur im geringen Umfang erwerbstätig sind, zur ärmeren Bevölkerung. Sind die Eltern dagegen zumindest annähernd vollzeiterwerbstätig, fallen weniger als 3 Prozent der Kinder in die Kategorie der Armen. mehr

Entwicklung von Ungleichheit und Armut in Deutschland

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In jüngster Zeit hat sich die Schere zwischen Arm und Reich nicht weiter geöffnet. Auch der Anteil der Armen steigt nicht mehr. Die Zahlen widerlegen überdies die Behauptung, die Umstellung von der Arbeitslosenhilfe auf das stärker bedürftigkeitsgeprüfte Arbeitslosengeld II im Zuge der Hartz-IV-Reformen habe Menschen massenhaft in die Armut getrieben. Denn seit 2004 ist der Anteil der Menschen, die weniger als 60 Prozent des allgemeinen Einkommens haben, nicht mehr deutlich gestiegen. Das hing mit der Vielzahl der im Aufschwung neu geschaffenen Stellen zusammen. Ob sich die Situation im Abschwung gedreht hat, lässt sich noch nicht sagen. mehr

Einkommensmobilität

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Wer arm ist, muss nicht arm bleiben: Langfristig ist es immerhin 55 Prozent der Personen aus dem untersten Einkommensfünftel gelungen, in höhere Einkommensschichten aufzusteigen. Immerhin 37 Prozent gelang der Aufstieg zuletzt sogar binnen Jahresfrist. Besonders gut sind die Aufstiegschancen für Arbeitslose, denen es gelingt, einen Job zu ergattern. Ist der Verdienst niedrig , fällt der Aufstieg sogar einen Tick leichter, als wenn der Verdienst mittleres oder hohes Niveau hat. Auch eine Niedriglohnbeschäftigung kann also ein gutes Sprungbrett sein, um sich aus Einkommensarmut zu befreien.  mehr