Image

Deutschland hat sich zu einem wirtschaftlichen Vorzeigestandort entwickelt. Die Arbeitslosenquote nach internationalem Standard war im Januar 2014 saisonbereinigt mit 5 Prozent lediglich halb so hoch wie im Schnitt der EU-27.

Im Regionalranking 2014 hat die IW Consult anhand einer Reihe von Indikatoren das Niveau und die Entwicklung der sozio-ökonomischen Lage in 402 Städten und Kreisen in Deutschland seit 2007 untersucht. Die Indikatoren aus den Bereichen Wirtschaftsstruktur, Arbeitsmarkt und Lebensqualität wurden dabei unterschiedlich nach ihrem Einfluss auf den regionalen Erfolg gewichtet.

Fast 90 der 100 besten deutschen Regionen liegen in Bayern und Baden-Württemberg – Sieger des Niveauvergleichs ist der Landkreis München.

Im Dynamikranking liegen zwei Automobilstädte vorne (Deutschlandkarte): Wolfsburg und Ingolstadt haben sich wirtschaftlich am besten entwickelt. Sie weisen in allen Bereichen Top-Noten auf (Grafik).

Das Regionalranking zeigt auch: Ländliche Räume müssen sich nicht hinter städtischen Wirtschaftszentren verstecken. Landkreise wie Erlangen-Höchstadt in Franken und Kelheim in Niederbayern schneiden besonders gut ab, weil sie wirtschaftlich bereits auf einem hohen Niveau waren und dieses sogar noch steigern konnten. Beide Kreise profitieren von ihrer Nähe zu Wirtschaftszentren, also zu Erlangen und Ingolstadt bzw. Regensburg. Den ansässigen Unternehmen kommen zudem die gute Verkehrsanbindung und nahe gelegene Hochschulen zugute.

Viele Regionen in Ostdeutschland kämpfen dagegen mit wirtschaftlichen Problemen. Von den schwächs­ten 40 Regionen des Dynamikvergleichs liegt rund die Hälfte im Osten. Besonders in den Bereichen Bildung und Innovation besteht Handlungsbedarf, denn die Schulabbrecherquote ist relativ hoch und es gibt zu wenige Patentanmeldungen im Vergleich zum Westen.

Niveauranking

Platzierung der Landkreise und kreisfreien Städte in Deutschland

Dynamikranking

Platzierung der Landkreise und kreisfreien Städte in Deutschland

(Die Gruppengrößen im Niveau- und Dynamikranking hängen von der Streuung der Daten ab.)

Diese Karte können Sie kostenlos auf Ihrer Website einbetten. Schicken Sie eine Mail an onlineredaktion <AT> iwkoeln.de

Der Erfolg von Regionen hängt vor allem davon ab, dass sie in bestimmten Bereichen aktiv werden:

Demografischer Wandel. Deutschland wird in Zukunft massiv Einwohner verlieren und braucht qualifizierte Fachkräfte – auch durch Zuwanderung (vgl. iwd 11/2014).

Industrie. Industriestarke Re­gionen sollten die Rahmenbedingungen weiter verbessern – etwa durch wirtschaftsfreundliche Verwaltungen und Firmennetzwerke.

Attraktivität. Ländliche Regionen können vor allem durch kreative Marketingstrategien und Gründungswettbewerbe Anreize für Unternehmensansiedlungen setzen.

Investitionen in die Infrastruktur. Ein attraktiver Lebens- und Arbeitsraum sowie eine gute Anbindung an wirtschaftlich starke Zentren sind im Wettbewerb der Regionen entscheidende Faktoren.

Link

IW Consult: Regionalranking 2014

www.iwconsult.de/regional

IW-Trends

Michael Bahrke / Hanno Kempermann: Regionen im Wettbewerb – Ergebnisse des IW-Regionalrankings

IconDownload | PDF

Twitter

Ansprechpartner

Company Towns
iwd, Nr. 19 vom 12. Mai 2016

Company Towns Lock Hidden WolfsburgsArrow

Wenn ein Unternehmen eine ganze Stadt dominiert, kann das Segen und Fluch zugleich sein. In Deutschland gilt das nicht nur für Wolfsburg. mehr

iwd, Nr. 15 vom 14. April 2016

IW-Regionalranking Herausforderungen 4.0Arrow

Das Gefälle in Deutschland ist groß: Einerseits gibt es viele Städte und Kreise, die sowohl beim Leistungsniveau als auch bei der wirtschaftlichen Dynamik glänzen, andererseits schneiden etliche Städte in beiden Rankings schlecht ab. Alle Regionen stehen jedoch vor der Aufgabe, stärker auf Digitalisierungskurs zu gehen. mehr

Regionalranking
Pressemitteilung, Nr. 19 vom 13. April 2016

Regionalranking München bleibt SpitzeArrow

Der Süden Deutschlands bleibt wirtschaftlich das Maß aller Dinge: Im Regionalranking der IW Consult glänzen Städte und Landkreise in Bayern, Baden-Württemberg und Hessen mit innovativen Unternehmen. Hier liegen 89 der 100 stärksten Regionen in Deutschland. Während Teile Niedersachsens den Anschluss an die Spitze halten können, verliert das Ruhrgebiet weiter an Boden. mehr