Samstag, 12. März 2011, 16:56 Uhr: Japans Atombehörde stuft den Vorfall im AKW Fukushima-1 auf der von Null bis Sieben laufenden Skala für nukleare Ereignisse mit Vier ein – als „Unfall“. 13 Minuten später rät der damalige deutsche Außenminister Guido Westerwelle von nicht erforderlichen Reisen nach Japan ab.

Sonntag, 13. März 2011: Die japanischen Behörden lassen Jodpillen verteilen und kündigen an, alle Menschen im 20-Kilometer-Radius von Fukushima zu evakuieren.

28. März 2011: In Deutschland demonstrieren bundesweit rund 250.000 Menschen gegen Atomkraft.

Ende April 2011: Die Bundesregierung erörtert den Atomausstieg.

26. Mai 2011: Die Schweiz beschließt die Energiewende. Bis 2034 sollen die fünf Atomkraftwerke im Land abgeschaltet werden.

30. Mai 2011: Die schwarz-gelbe Koalition in Berlin beschließt ebenfalls den Atomausstieg: Bis 2022 soll der letzte deutsche Meiler vom Netz.

August 2015: Japan kehrt zur Atomkraft zurück. Nach dem Reaktorunfall in Fukushima hatte das Land alle 48 Reaktoren zur Überprüfung abgeschaltet, nun geht das erste Kernkraftwerk wieder ans Netz. Laut Umfragen ist mehr als die Hälfte der japanischen Bürger gegen die Wiederinbetriebnahme der Kernkraftwerke. In Fukushima ist es nach dem 11. März 2011 in drei der vier Reaktoren zur Kernschmelze gekommen. Rund um den Krisenmeiler sind mehr als 140.000 Menschen evakuiert worden. Die japanische Regierung geht davon aus, dass die Menschen bis März 2017 wieder in ihre Häuser zurückkehren können.

Ansprechpartner

Kosovo
iwd, Nr. 19 vom 12. Mai 2016

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Das kleinste Land des Westbalkans hat erst 2008 seine Unabhängigkeit erklärt. Nun strebt das Kosovo die Mitgliedschaft in der EU an. Doch bis dahin sind noch zahlreiche wirtschaftliche und vor allem politische Hürden zu überwinden. mehr

Erneuerbare Energien
IW-Nachricht, 18. Januar 2016

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Je mehr Wind und Sonne in die Netze eingespeist werden, desto häufiger wird es zu Schwankungen in der Stromversorgung kommen. Privatverbraucher bekommen davon kaum etwas mit, für die Industrie ist eine stabile Stromversorgung jedoch umso wichtiger: Schon kleinere Schwankungen können zu Produktionsunterbrechungen und Ausfällen führen. Die Netzbetreiber müssen eingreifen – doch das kostet. mehr

Gartenmarkt
iwd, Nr. 19 vom 8. Mai 2014

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Das milde Wetter beschert den Baumärkten, Gartencentern und Baumschulen steigende Umsätze. Die kann die Branche nach dem verhagelten Gartenjahr 2013 allerdings auch gut gebrauchen. mehr