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Ausländer sind rund doppelt so oft arbeitslos wie Deutsche. Während die Arbeitslosenquote im Juni 2012 insgesamt 6,6 Prozent betrug, waren es bei Personen ohne deutschen Pass 13,9 Prozent. Immerhin konnten Ausländer auch vom Aufschwung am Arbeitsmarkt profitieren: Seit 2005 sank ihre Arbeitslosenquote um ein Drittel, die der Deutschen allerdings um mehr als 40 Prozent.

Der Grund für die deutlichen Unterschiede liegt vor allem in den verschiedenen Qualifikationen: Rund ein Viertel der ausländischen Beschäftigten besitzt keine abgeschlossene Berufsausbildung (Deutsche: 8 Prozent).

Die Arbeitslosigkeit verteilt sich allerdings ganz unterschiedlich auf die einzelnen Nationalitäten – sowohl absolut als auch relativ betrachtet:

Türken stellen 140.000 der insgesamt 460.000 arbeitslosen Ausländer. An zweiter Stelle folgen die Italiener mit 29.000 Arbeitslosen.

Die höchsten Arbeitslosenquoten – auf Basis von sozialversicherungspflichtig Beschäftigten – haben allerdings Menschen aus dem arabischen Raum (Grafik). Sie wandern in der Regel nicht aus beruflichen Gründen nach Deutschland ein.

Staatsangehörige der osteuropäischen EU-Beitrittsländer kommen dagegen auf dem deutschen Arbeitsmarkt recht gut zurecht. Rumänen sind sogar seltener arbeitslos als Deutsche.

Ansprechpartner

Flüchtlinge auf dem Arbeitsmarkt
IW-Nachricht, 24. März 2016

Flüchtlinge Beschäftigungstherapie ist der falsche WegArrow

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles will noch in diesem Jahr 100.000 Ein-Euro-Jobs für Flüchtlinge schaffen und fordert dafür mehrere hundert Millionen Euro vom Finanzminister. Mit den subventionierten Jobs möchte sie die Flüchtlinge auf den Arbeitsmarkt vorbereiten und vermeiden, dass sie untätig herumsitzen. Doch der Plan der SPD-Politikerin geht in die falsche Richtung. mehr

Migranten
iwd, Nr. 22 vom 28. Mai 2015

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Viele Menschen, die nach Deutschland einwandern, haben keinen formellen Berufsabschluss. Doch selbst jene, die eine solche Qualifikation mitbringen, werden oft nur als An- und Ungelernte beschäftigt. Um dem abzuhelfen, müssen ausländische Berufsabschlüsse stärker anerkannt und gegebenenfalls durch Nachqualifizierungen ergänzt werden. mehr