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Im langfristigen Vergleich konzentrierten sich Arbeitskämpfe überwiegend auf das Produzierende Gewerbe. Dabei gingen die meisten Ausfalltage auf das Konto der IG Metall. Das hat sich seit 2006 geändert. Seitdem entfallen jährlich zwischen 51 und 98 Prozent aller Ausfalltage auf Dienstleistungsbranchen. Besonders streikfreudig verhält sich die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di. Spartengewerkschaften sind zwar ebenfalls streikfreudig, verursachen aber viel weniger Ausfalltage als eine Großgewerkschaft. Warum ver.di so streikfreudig geworden ist, hat viele Gründe. Ein Grund ist die harte Gewerkschaftskonkurrenz. Leidtragende sind Dritte, vor allem in der Daseinsvorsorge.

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Arbeitskampf bei Amazon
Gewerkschaftsspiegel, Nr. 3 vom 22. August 2016

Arbeitskampf bei Amazon Pro: Ein notwendiger TarifkonfliktArrow

Die Gewerkschaftsfeindlichkeit des Unternehmens hat nicht nur für die Beschäftigten im Handel negative Folgen, sondern untergräbt auch in anderen Bereichen die Standards von guter Arbeit. Durch ihre Streiks haben die Beschäftigten viele Verbesserungen erreicht. Sie kämpfen weiter – aber nötig ist auch gesellschaftliche Solidarität, um grundlegende Arbeitnehmerrechte durchzusetzen. mehr

Arbeitskampf bei Amazon
Gewerkschaftsspiegel, Nr. 3 vom 22. August 2016

Arbeitskampf bei Amazon Contra: Kräfteverhältnisse falsch eingeschätztArrow

Die Empörung über die fehlende Tarifbindung von Amazon ist mehr als nachvollziehbar. Doch ein Streik gibt nur dann Sinn, wenn er effektiv ist. Diese goldene Regel hat die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di nicht beachtet und befindet sich nun seit drei Jahren in einem Arbeitskampf, den sie nicht gewinnen wird, aber auch nicht beenden will. Aus diesem Dilemma weiß sie keinen Ausweg. Doch Durchhalteparolen helfen den Beschäftigten nicht weiter. mehr

Gewerkschaftsspiegel, Nr. 3 vom 22. August 2016

Arbeitskampf bei Amazon Grundsatzkonflikt mit politischem SprengstoffArrow

Seit Jahren schwelt ein Tarifkonflikt zwischen der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und dem Online-Versandhändler Amazon. Vordergründig geht es um die Frage, ob das Unternehmen seine Mitarbeiter nach dem Einzelhandelstarif oder dem (geringer vergütenden) Logistiktarif bezahlen sollte. Tatsächlich dreht sich der Konflikt aber um die Frage, ob ein ausländischer Konzern dazu bereit ist, sich an die arbeitsrechtlichen und sozialpartnerschaftlichen Gepflogenheiten der Länder anzupassen, in denen er Tochterunternehmen unterhält. mehr