Berufliche Bildung

Berufliche Bildung Quelle: Fotolia

Das duale System der Berufsausbildung bietet Jahr für Jahr für rund zwei Drittel aller Schulabgänger die Perspektive, einen Beruf zu erlernen. Durch die parallele Ausbildung in Betrieb und Berufsschule gelingt die Integration junger Menschen ins Berufsleben in Deutschland relativ gut; das zeigt die im internationalen Vergleich geringe Jugendarbeitslosigkeit.

Doch es besteht kein Anlass, sich auf den Erfolgen auszuruhen. Zu selten können die Jugendlichen nahtlos in das Arbeitsleben integriert werden. Der Einstieg in eine Ausbildung gelingt im Durchschnitt erst mit rund 19 Jahren. Viele Schulabgänger müssen zunächst eine berufsvorbereitende Maßnahme absolvieren. Die Unternehmen tun sich immer schwerer, geeignete Bewerber zu finden.

Verbesserungsbedarf besteht zudem an der Schnittstelle zwischen Ausbildung, Weiterbildung und Hochschulbildung. Zu häufig werden bereits erworbene Kompetenzen nicht anerkannt. Ein Problem ist auch, dass die Tradition der Weiterbildung in der deutschen Bevölkerung zu wenig verankert ist. Die Unternehmen gehen hier mit gutem Beispiel voran und investieren hohe Summen in die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter. Die demografische Entwicklung und der technologische Fortschritt erfordern jedoch weitere Anstrengungen und eine systematische Weiterentwicklung der Berufsbildung, damit der Wirtschaft nicht die Fachkräfte ausgehen.



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