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Arbeitsmarkt Quelle: djama - Fotolia

Trotz dieser Erfolge gibt es auf dem Arbeitsmarkt nach wie vor Handlungsbedarf. Der demografische Wandel wird den Finanzbedarf der Sozialsysteme und damit die Last auf den Schultern der arbeitenden Bevölkerung weiter erhöhen. Eine höhere Erwerbsbeteiligung könnte die Folgen der demografischen Entwicklung für den Arbeitsmarkt mildern. Die Verlängerung der Lebensarbeitszeit ist ein vielversprechender Ansatz ebenso wie die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie und die Erleichterung der Zuwanderung qualifizierter Arbeitskräfte.

Auch Geringqualifizierte stehen nach wie vor zu selten im Arbeitsleben. Die hohen Arbeitskosten in Deutschland verleiten Firmen dazu, Arbeiter durch Maschinen zu ersetzen und die Produktion ins kostengünstigere Ausland zu verlagern. Die Globalisierung hat das Angebot an einfacher Arbeit drastisch vergrößert und die heimischen Löhne unter Druck gesetzt. Oftmals ist der Nettolohn zu gering, um Geringqualifizierte zur Arbeitsaufnahme zu motivieren. Deshalb sollte der Staat geringe Einkommen bezuschussen. Damit wird die Teilhabe von mehr Menschen mit geringer Bildung am Erwerbsleben ermöglicht.

Aufstocker
IW-Nachrichten, 8. Mai 2013

Aufstocker Weniger, nicht mehrArrow

Weil der Lohn nicht reicht, seien immer mehr Beschäftigte auf aufstockende Leistungen aus dem Arbeitslosengeld II angewiesen – das titelt die „Süddeutsche Zeitung“. Doch diese Behauptung trifft nicht zu: Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Aufstocker ist im Trend rückläufig. mehr

Minijobs
IW-Nachrichten, 27. Oktober 2014

Minijobs Nur nebenher gibt es mehrArrow

Die Medien berichten, dass die Zahl der geringfügig Beschäftigten deutlich gestiegen sei. Tatsächlich haben die Minijobs aber nichts zum Beschäftigungsaufbau der vergangenen Jahre beigetragen. Allein nebenher gehen mehr Personen einem Minijob nach. Über die Gründe dafür kann allerdings nur spekuliert werden. mehr

Die Konfliktintensität von Tarifverhandlungen bei Tarifpluralität
Gastbeiträge, 8. Oktober 2014

Hagen Lesch und Lea M. Petters im Wirtschaftsdienst Die Konfliktintensität von Tarifverhandlungen bei TarifpluralitätArrow

Seitdem die höchstrichterliche Rechtsprechung im Jahr 2010 den Grundsatz der Tarifeinheit aufgegeben hat, ist eine heftige Diskussion um die Beibehaltung des Prinzips entbrannt, schreibt IW-Tarifexperte in der Zeitschrift Wirtschaftsdienst. In einer gemeinsamen Initiative haben die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) die Bundesregierung zum Handeln aufgefordert und einen gemeinsamen Lösungsvorschlag erarbeitet. mehr