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9. Juni 2011
Arbeitsmarkt
Arbeitslosigkeit ist kein zwangläufiges Übel, sondern ein Problem, das sich mit den richtigen Weichenstellungen bekämpfen lässt. Das hat der bemerkenswerte Abbau der Arbeitslosigkeit seit 2006 in Deutschland gezeigt. Trotz dieser Erfolge gibt es auf dem Arbeitsmarkt nach wie vor Handlungsbedarf. Der demografische Wandel wird den Finanzbedarf der Sozialsysteme und damit die Last auf den Schultern der arbeitenden Bevölkerung weiter erhöhen. Eine höhere Erwerbsbeteiligung könnte die Folgen der demografischen Entwicklung für den Arbeitsmarkt mildern. Die Verlängerung der Lebensarbeitszeit ist ein vielversprechender Ansatz ebenso wie die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie und die Erleichterung der Zuwanderung qualifizierter Arbeitskräfte.
Themen
Auch Geringqualifizierte stehen nach wie vor zu selten im Arbeitsleben. Die hohen Arbeitskosten in Deutschland verleiten Firmen dazu, Arbeiter durch Maschinen zu ersetzen und die Produktion ins kostengünstigere Ausland zu verlagern. Die Globalisierung hat das Angebot an einfacher Arbeit drastisch vergrößert und die heimischen Löhne unter Druck gesetzt. Oftmals ist der Nettolohn zu gering, um Geringqualifizierte zur Arbeitsaufnahme zu motivieren. Deshalb sollte der Staat geringe Einkommen bezuschussen. Damit wird die Teilhabe von mehr Menschen mit geringer Bildung am Erwerbsleben ermöglicht.
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IW-Nachrichten 18. Juni 2013
IG-Metall-Befragung: Keine Gefahr vom Niedriglohnsektor
Ein unbefristetes Beschäftigungsverhältnis und ein verlässliches Einkommen: Diese beiden Punkte sind für Arbeitnehmer in Deutschland am wichtigsten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Beschäftigtenbefragung der IG Metall. Den Ergebnissen zufolge fordern 90 Prozent der Befragten von der Politik außerdem, dass sie den Niedriglohnsektor eindämmt. Ein Blick auf die Fakten zeigt allerdings, dass vom Niedriglohnsektor keine Gefahr droht – eher das Gegenteil ist der Fall. mehr
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iwd 21. März 2013
Lohnabstand: Schuften für 1,33?
Seit Januar gibt es für Empfänger von Arbeitslosengeld II monatlich 8 Euro mehr, sodass der Regelsatz nun 382 Euro beträgt. Dadurch wird ein altes Problem verschärft: der geringe finanzielle Anreiz, aus der Arbeitslosigkeit in einen Vollzeitjob der unteren Lohngruppen zu wechseln. mehr
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iwd 28. Februar 2013
Michael Hüther und Dietmar Bartsch im Streitgespräch: 10 Jahre Agenda 2010
Es debattierten der stellvertretende Vorsitzende der Bundestagsfraktion DIE LINKE, Dr. Dietmar Bartsch, und IW-Chef Prof. Dr. Michael Hüther. Die Gesprächsleitung hatte Dr. Knut Bergmann, Leiter des IW-Hauptstadtbüros. mehr

