Christoph Schröder

Die Struktur der Arbeitskosten in der deutschen Wirtschaft

Die Arbeitskosten je vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmer lagen im westdeutschen Produzierenden Gewerbe im Jahr 2008 bei 56.090 Euro. In Ostdeutschland waren die industriellen Arbeitskosten mit 37.140 Euro um mehr als ein Drittel günstiger. Dieser Kostenvorteil gegenüber Westdeutschland hat sich in den letzten Jahren nicht mehr wesentlich verringert. In den untersuchten deutschen Dienstleistungssparten ist das Kostenniveau sehr unterschiedlich. Es lag im Jahr 2008 in einer Spanne von 35.620 Euro im Einzelhandel bis zu 72.820 Euro im Kreditgewerbe. Die Arbeitskostenstruktur hat sich im Jahr 2008 in Deutschland vor allem durch die gesunkenen Beiträge zur Sozialversicherung geändert. Immerhin 24,8 Prozent der Kosten im westdeutschen und 26,7 Prozent der Kosten im ostdeutschen Produzierenden Gewerbe ergeben sich durch gesetzliche Vorgaben, können also nicht frei zwischen den Vertragsparteien ausgehandelt werden. Diese Anteile sind seit dem Jahr 2000 langsam in etwa auf das Niveau zu Beginn der 1990er-Jahre zurückgegangen.

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IW-Trends - Nr. 2 vom 1. Juni 2009

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