Ausgabentreiber in der Gesetzlichen Krankenversicherung
Die Gesetzliche Krankenversicherung leidet an einem überproportionalen Ausgabenwachstum. Die Wachstumsrate der Ausgaben pro Kopf war seit 1991 jedes Jahr um durchschnittlich 1,3 Prozentpunkte höher als die der beitragspflichtigen Einkommen.
Themen
Die zukünftige Entwicklung wird vor allem durch den demografischen Wandel und den medizinisch-technischen Fortschritt geprägt. Dabei spielen die veränderte Zusammensetzung und Schrumpfung der Versichertengemeinschaft die geringere Rolle. Dies lässt die realen Pro-Kopf-Ausgaben bis zum Jahr 2060 um rund ein Viertel steigen. Im Vergleich dazu sorgt der medizinisch-technische Fortschritt für einen 2,5- bis 2,8-fach höheren Anstieg – unveränderte, institutionell bedingte Fehlanreize vorausgesetzt. Dieser Ausgabentreiber lässt sich über Preistransparenz und Wettbewerb auf den Versicherungs- und Leistungsmärkten bremsen.
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IW-Nachrichten 5. März 2012
Gesetzliche Krankenversicherung: Überschüsse sollten zurückgezahlt werden
Aufgrund der guten Konjunktur und Einsparungen bei Medikamenten verfügen die gesetzlichen Krankenkassen aktuell über hohe Überschüsse. Statt Finanzpolster anzulegen, sollten die wohlhabenden Kassen ihre Einnahmeüberschüsse jedoch lieber an die Mitglieder ausschütten. Außerdem ist nun der richtige Zeitpunkt, um den Beitragssatz in der gesetzlichen Krankenversicherung zu senken. mehr
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Gutachten 2. Dezember 2010
Nicole Horschel / Jochen Pimpertz: Beitragssatz, Gesundheitsprämie und Transferbedarf
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IW-Nachrichten 22. September 2010
Gesundheitsreform: Therapie in der Warteschleife
Künftig sollen die gesetzlichen Kassen ihre Finanzlöcher mittels einkommensunabhängiger Zusatzprämien stopfen dürfen. Der Clou: Prämienunterschiede sorgen für mehr Wettbewerbsdruck und Effizienz. Die Crux: Die Versicherer sollen die Prämien verlangen dürfen, wenn ihre Ausgaben kräftig steigen. Genau das aber gilt es eigentlich zu vermeiden. mehr
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Pressemitteilung 28. Juni 2010
Gesundheitsprämie: Effizient, sozial ausgewogen und kostensenkend
Mit der Einführung einer Gesundheitsprämie würde der Bund um rund 4,5 Milliarden Euro gegenüber dem Status quo entlastet, wie Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zeigen. Um die derzeitigen Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung zu decken, müsste die Gesundheitsprämie monatlich 250 Euro pro Kopf betragen. mehr
Ansprechpartner
IW-Trends - Nr. 2 vom 21. April 2010
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- Susanne Seyda / Oliver Stettes Familienfreundlichkeit in der deutschen Wirtschaft – Ergebnisse des Unternehmensmonitors Familienfreundlichkeit 2010
- IW-Forschungsgruppe Konjunktur Gewohnte Wachstumskräfte gewinnen die Oberhand – IW-Konjunkturprognose Frühjahr 2010
- Christoph Schröder Die Struktur der Arbeitskosten in der deutschen Wirtschaft
- Christina Anger / Axel Plünnecke Droht durch den künftigen Akademikermangel eine Abnahme der Konvergenzchancen Ostdeutschlands?
- Nicole Horschel / Jochen Pimpertz Transferbedarf in einer prämienfinanzierten Gesetzlichen Krankenversicherung
