Lohnpolitik 2000 bis 2009 – Ein informelles Bündnis für Arbeit
Vor zehn Jahren verabredeten Tarifpartner und die Regierung eine beschäftigungsorientierte Lohnpolitik. Obwohl die Bündnisgespräche offiziell scheiterten, erwies sich in einer gesamtwirtschaftlichen Betrachtung die Lohnpolitik im Zeitraum 2000 bis 2009 als beschäftigungsorientiert.
Themen
Das belegen die über lange Zeit stabilen Lohnstückkosten und die Entwicklung der Effektivverdienste. Letztere sind der Tariflohndynamik weitgehend gefolgt. Im Produzierenden Gewerbe stiegen die Effektivverdienste sogar stärker an als die Tarifverdienste. Preisbereinigt erhöhten sich die Brutto- und Nettoverdienste jedoch kaum. Je Arbeitnehmer sanken sie sogar. Da dies auf höheren Energiepreisen und auf einer rückläufigen Arbeitszeit je Arbeitnehmer beruht, lässt sich hieraus kein lohnpolitischer Nachholbedarf ableiten. Nach der Krise gilt es, die wieder steigende Produktivität zur Senkung der im Abschwung gestiegenen Lohnstückkosten zu nutzen und die Remanenzkosten der Kurzarbeit zu vermindern. Heterogene Branchenkonjunkturen lassen sich durch betriebliche Differenzierung berücksichtigen.
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Kolumnen 15. Februar 2010
Hagen Lesch in der Financial Times Deutschland: Sichere Jobs vertragen keine Lohnerhöhung
Selbst wenn die IG Metall ohne Lohnforderung in die Tarifrunde geht: Allein der Verzicht auf Kündigungen kostet die Betriebe viel Geld. mehr
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Interviews 12. April 2012
Hagen Lesch im Lehrerportal Wirtschaft und Schule: „Unterm Strich hat die Lohnpolitik seit Mitte der neunziger Jahre Augenmaß bewiesen“
Dr. Hagen Lesch, Leiter des Kompetenzfelds Strukturwandel, Verteilung, Lohnfindung im Institut der deutschen Wirtschaft Köln, über die verschiedenen Effekte eines Tarifabschlusses. mehr
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Kolumnen 21. November 2010
Hagen Lesch in der Süddeutschen Zeitung: Neue Konkurrenz
Das Bundesarbeitsgericht hat die Tarifeinheit aufgegeben. Hagen Lesch, Tarifexperte im Institut der deutschen Wirtschaft Köln, schreibt in der Süddeutschen Zeitung: Dies könnte die Löhne nach oben treiben. mehr
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iwd 9. November 2010
Lohnpolitik: Nachschlagsdebatten fehl am Platz
Auch im Aufschwung besteht kein Anlass, lohnpolitische Nachschlagsdebatten zu führen. Denn die Löhne sind inmitten der Krise kräftig gestiegen – und das, obwohl es in der Industrie einen Produktivitätseinbruch gab, der jetzt erst einmal wieder wettgemacht werden muss. Im weniger von der Wirtschaftskrise getroffenen Dienstleistungssektor ist der Spielraum für die Tarifpartner derzeit größer. mehr
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Interviews 8. Oktober 2010
Hagen Lesch in der Märkischen Allgemeinen Zeitung: Es gibt keinen Nachholbedarf
Hagen Lesch sieht keinen Nachholbedarf bei den Löhnen. Der Tarifexperte im Institut der deutschen Wirtschaft Köln verweist in der MAZ darauf, dass die Löhne in der Krise eigentlich hätten sinken müssen. mehr
Ansprechpartner
IW-Trends - Nr. 1 vom 26. Januar 2010
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