Energetische Sanierungen sind zur Erreichung der klimapolitischen Ziele der Bundesregierung von zentraler Bedeutung. Dabei stellt sich jedoch die Frage, ob sich die Sanierungen wirtschaftlich realisieren lassen und ob die Sanierungsaktivitäten auch ohne Förderungen eine Eigendynamik entwickeln. Eine Auswertung von 1.300 Sanierungsobjekten zeigt, dass Mieterhöhungen und Anfangsrenditen nicht allein von der Art und dem Umfang einer Sanierung abhängen, sondern auch von der Marktlage und dem Alter der Gebäude. Dagegen lassen sich keine signifikanten regionalen und raumstrukturellen Unterschiede bei der Wirtschaftlichkeit energetischer Sanierungen erkennen. Auch zwischen den Vermietergruppen zeigen sich nur geringe Unterschiede. Eindeutig fallen die Ergebnisse bei den Motiven aus: Werden Sanierungen aus finanziellen Gründen durchgeführt, werden die Mieten eher stärker angehoben. Umgekehrt verhält es sich, wenn die Investitionen langfristig aufgrund geringerer Energiekosten als lohnend eingeschätzt werden.

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Mietrechtsreform
iwd, Nr. 11 vom 16. März 2011

Mietrechtsreform Energetische Sanierung muss sich rechnenArrow

Die Bundesregierung will bis zum Herbst einen Entwurf für ein neues Mietrecht vorlegen – nicht zuletzt, um die energetische Sanierung der 18 Millionen Wohnimmobilien in Deutschland voranzutreiben. mehr

„Der soziale Wohnungsbau kann abgeschafft werden“
Interviews, 18. August 2014

Michael Voigtländer auf immowelt.de „Der soziale Wohnungsbau kann abgeschafft werden“Arrow

In Deutschland gibt es immer weniger Sozialwohnungen. Gleichzeitig steigen in vielen deutschen Städten die Mietpreise. Gerade Menschen, die mit niedrigen Löhnen auskommen müssen, haben es daher schwer, in Ballungszentren eine Wohnung zu finden. Michael Voigtländer, Leiter des Kompetenzfelds Immobilienökonomik im Institut der deutschen Wirtschaft Köln, plädiert im Interview mit dem Immobilienportal immowelt.de dennoch dafür, den sozialen Wohnungsbau in seiner jetzigen Form abzuschaffen. mehr

Modernisierung von Mietimmobilien
IW-Nachrichten, 28. Juli 2014

Modernisierung von Mietimmobilien Koppeln statt kappenArrow

Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) will Wohnraum bezahlbar halten: Wie im Koalitionsvertrag vereinbart, sollen künftig nur noch höchstens 10 statt wie bislang 11 Prozent einer Modernisierung jährlich auf die Miete umgelegt werden dürfen – maximal bis sich die Modernisierung amortisiert hat. Wie die Mietpreisbremse ist auch dieses Konzept höchst fragwürdig. Es adressiert zwar ein wichtiges Thema, der gewählte Ansatz greift jedoch ins Leere. Doch es gibt eine zukunftsfähige Alternative. mehr