Hubertus Bardt

Die Bedeutung der Braunkohle in Deutschland

Die Stromerzeugung in Deutschland wird sich in den nächsten Jahren grundlegend ändern. Dies ist nicht nur auf den Ausstieg aus der Kernenergie zurückzuführen. Vor allem werden die erneuerbaren Energien mit erheblicher Förderung weiter an Marktanteilen gewinnen. Die Braunkohle stellt bisher eine wichtige Säule der Stromerzeugung dar. Die klimapolitischen Anforderungen und möglicherweise steigende Preise für Emissionsrechte bedeuten eine große Herausforderung für diesen heimischen und relativ preisgünstigen Energieträger. Dennoch wäre es unangemessen, die Nutzung der Braunkohle für die Stromversorgung in Deutschland politisch zu behindern. Welche Rolle sie in Zukunft noch spielen kann, muss letztlich im Wettbewerb vor dem Hintergrund der Produktions- und Klimakosten ermittelt werden.

Download | PDF



Mehr zum Thema

  • iwd

    Emissionshandel: Alles im Schlot

    Weil CO2-Verschmutzungszertifikate derzeit wenig kosten, plädieren einige Politiker bereits für eine Preisuntergrenze. Doch die ist gar nicht nötig. Denn der Zertifikatepreis hat keinen Einfluss auf die festgelegte Emissionsmenge. mehr

  • iwd

    Energieversorgung: Ein Fossil wird sauber

    Obwohl Wind, Sonne und Wasser als Energiequellen immer wichtiger werden, geht es nicht ohne die Braunkohle. Vor allem moderne Kraftwerke können den fossilen Brennstoff schadstoffarm und effizient in Strom umwandeln. mehr

  • Pressemitteilung

    Braunkohle: Die Emissionen sind entscheidend

    Braunkohle ist immer noch die wichtigste Energiequelle Deutschlands: Sie liefert knapp 25 Prozent des hierzulande erzeugten Stroms. Zudem wird die dafür verwendete Kohle vollständig im Inland abgebaut – Versorgungsrisiken wie politische Instabilitäten in anderen Ländern sind somit irrelevant. mehr

  • IW-Nachrichten

    Klimaschutz: Deutsche und europäische Politik gescheitert

    In den vergangenen Tagen haben sich die schlechten Nachrichten für den internationalen Klimaschutz gehäuft: Die Treibhausgasemissionen steigen mit mehr als 30 Milliarden Tonnen im Jahr 2010 auf Rekordhöhen – und ein neues Klimaschutzabkommen ist nicht in Sicht. mehr

  • IW-Nachrichten

    Klimagipfel in Cancun: Der Verhandlungsmarathon geht weiter

    Auch wenn der Klimagipfel in Cancun nicht gescheitert ist, so sind die Ergebnisse alles andere als befriedigend. Zwar konnten sich die teilnehmenden Staaten in einigen – eher technischen – Fragen einigen, doch die Botschaft lautete am Ende: Die Show muss weitergehen. Deshalb wird bis zum nächsten Gipfel 2011 in Südafrika weiterverhandelt. mehr

Ansprechpartner

IW-Trends - Nr. 1 vom 31. Januar 2012

iw_Trends.jpg

Vierteljährliche Zeitschrift zur empirischen Wirtschaftsforschung.

Bestellen

25. April 2012, Stockt die Energiewende?

14. Juni 2011, Die Kosten des Atomausstiegs

Die Kosten des Atomausstiegs