Deutschland nach der Krise – Aufbruch oder Depression?
Wirtschaftshistorische Betrachtung und wirtschaftspolitische Leitlinien.
Nr. 55, 2009, 118 Seiten
Die mit Abstand schwerste Rezession der Nachkriegszeit hat in der deutschen Volkswirtschaft tiefe Spuren hinterlassen. Der Rückgang des realen Bruttoinlandsprodukts ist mindestens fünfmal stärker als in der bisher schwersten Rezession, welche die Bundesrepublik in der Mitte der 1970er Jahre erlebte. Man muss schon bis zur Großen Depression am Beginn der 1930er Jahre zurückblicken, um in Deutschland einen ähnlich starken Einbruch der Wirtschaftsleistung innerhalb eines Jahres zu finden. Im Frühjahr 2009 stoppte der rasante Absturz der deutschen Wirtschaft, seither geht es wieder langsam aufwärts. Gleichwohl bleiben interessante und schwierig zu beantwortende Fragen:
- Ist die Krise endgültig überwunden?
- Wie nachhaltig ist der Aufwärtstrend?
- Droht hierzulande eine längere wirtschaftliche Stagnation wie im Japan der 1990er Jahre nach dem Platzen der dortigen Immobilienblase, oder gleitet
- Deutschland gar in eine Deflations-Depressions-Spirale ab?
- Hat das „Geschäftsmodell Deutschland“, gekennzeichnet durch einen hohen Industrieanteil und eine ausgeprägte Weltmarktorientierung, ausgedient?
- der kann die deutsche Industrie problemlos an alte Erfolgsmuster anknüpfen?
Themen
Die vorliegende Analyse versucht, auf diese Fragen schlüssige Antworten zu geben. Ausgehend von einer Untersuchung der Großen Depression und des japanischen Deflationsjahrzehnts der 1990er Jahre leitet sie Indikatoren für eine Deflations-Depressions-Checkliste ab, deren zehn Punkte anschließend für Deutschland im Detail überprüft werden. Darüber hinaus werden Megatrends identifiziert, die auch nach der Krise die Nachfrage nach deutschen Industrieprodukten begünstigen. Schlussfolgerungen für eine wachstumsorientierte Wirtschaftspolitik schließen diese Analyse ab. Bestellung
-
iwd 1. Dezember 2010
Konjunktur: Aufschwung aus eigener Kraft
Die deutsche Wirtschaft ist auf dem besten Weg, die Krise hinter sich zu lassen: Mehr als die Hälfte der Unternehmen erwartet für 2011 bessere Geschäfte als in diesem Jahr. Davon profitiert auch der Arbeitsmarkt – ein gutes Drittel der Firmen will Mitarbeiter einstellen. mehr
-
Newsletter (in Englisch) 30. November 2010
IW Economic Forecast Autumn 2010: Economy Shifts from Crisis Mood to Normalcy
The German economy remains in an upbeat mood. In 2010, real GDP will grow by 31/4 percent on average compared to last year. The economy has tentatively returned from crisis to normalcy. mehr
-
iwd 22. September 2011
Konjunkturprognose: Das Konjunkturklima wird kühler
Der Schwung, mit dem sich die deutsche Wirtschaft in den vergangenen beiden Jahren aus der Krise gearbeitet hat, lässt deutlich nach. Im Jahr 2012 dürfte das Wirtschaftswachstum einen Dämpfer erhalten, so die Prognose des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). mehr
-
Pressemitteilung 19. September 2011
IW-Konjunkturprognose: Das Wachstum schwächt sich ab
Das reale Bruttoinlandsprodukt wird im Jahr 2011 um 3 Prozent steigen, 2012 aber nur noch um knapp 1 ¼ Prozent – so die aktuelle Konjunkturprognose des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). mehr
